„Erkelenz für Sri Lanka e.V.“: Spenden sind angekommen

Spenden sind angekommen : Den betreuten Projekten in Sri Lanka einen Besuch abgestattet

Im März dieses Jahres feierte Parrer Günter Salentin aus Erkelenz sein Goldenes Priesterjubiläum. Anstelle von persönlichen Geschenken hatte er um Spenden für das von „Erkelenz für Sri Lanka e.V.“ betreute Projekt „Bien Oottu Industry“ nahe der Stadt Kilinochchi in Sri Lanka gebeten.

Dieses Projekt hat sich zur Aufgabe gesetzt, vom Bürgerkrieg traumatisierten alleinerziehenden Frauen eine Zukunftsperspektive zu geben, indem ihnen die Möglichkeit verschafft wird, für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen zu können. Zu diesem Zweck war ein großes Grundstück erworben worden, auf dem Gewürzstauden angepflanzt wurden. Die verschiedenen Gewürze werden dann von den Frauen verarbeitet, verpackt und verkaufsfertig gemacht. Inzwischen beginnt das Projekt, sich selbst zu tragen und ermöglicht damit den Frauen Hilfe zur Selbsthilfe. In den vergangenen Jahren hat der Verein „Erkelenz für Sri Lanka“ dieses Projekt begleitet und finanziell unterstützt, so dass ein Arbeits- sowie ein Wohn und Verwaltungsgebäude gebaut werden konnte, das dritte Gebäude als Schulgebäude für die Kinder steht kurz vor dem Abschluss.

Überwältigend groß war die Spendenbereitschaft: Es kamen an Spenden 6.420 Euro zusammen, hinzu kam die Kollekte in der Festmesse in Höhe von 398,83 Euro, insgesamt also 6.818,83 Euro. Dank dieser unerwartet großen Summe kann das Projekt nun vollendet und abgeschlossen werden.

Die Schwestern des „Holy Family Convents“, die dieses Projekt initiiert haben und betreuen, baten Pfarrer Salentin, diese Summe persönlich zu übergeben; und so machte er sich mit Frau Selvaratnam, einem weiteren Mitglied des Vereins auf nach Sri Lanka.

Die Frauen mit ihren Kindern hatten zum Empfang einen Festakt vorbereitet mit Tänzen, Gesängen und Gedichten und dem obligatorischen Anschneiden des Festkuchens. Bei der Einsicht in die Bauabrechnung konnte er sich auch von der ordnungsgemäßen Anwendung der Gelder überzeugen. Im Zusammenhang mit dieser Reise wurden auch die anderen Projekte besucht, die von „Erkelenz für Sri Lanka“ betreut werden. Ebenfalls in der Nähe von Kilinochchi das „Home of Joy“; dort werden behinderte Kinder betreut, wo die Eltern diese Betreuung nicht leisten können.

Neben der einen oder anderen Einzelhilfe ist ein Schwerpunkt des Vereins die Übernahme von Patenschaften für Kinder und Jugendliche, die ohne diese Hilfe keine Ausbildung machen könnten. Einige der Patenkinder nutzten diese Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und für die Unterstützung zu danken.

In der letzten Woche gab es noch weitere Höhepunkte dieser Reise: Das war einmal der Besuch des schwerkranken ehemaligen Bischofs von Mannar, Bischof Joseph, im Krankenhaus von Jaffna, das war die Einladung des Bischofs von Jaffna, Bischof Justin und der Empfang durch den Bischof von Mannar, Bischof Fernando. Sie alle bedankten sich für die bisher geleistete Hilfe, auch bei all denen, die durch ihre Unterstützung und ihre Spenden diese Hilfe ermöglicht haben. Ein besonderes Erlebnis war auch in diesem Jahr am letzten Sonntag der Reise der Besuch in Allaipiddy, einem kleinen Ort bei Jaffna. Durch die Initiative von „Erkelenz für Sri Lanka“ konnten dort in den letzten Jahren für die nach Tsunami und Bürgerkrieg zurückgesiedelten Familien für 224 Häuser Brunnen finanziert werden. So ist dort eine besondere und herzliche Beziehung entstanden.

Darum musste hier Pfarrer Salentin an einer Festmesse zu seinem Jubiläum und zum Dank an den Verein teilnehmen. Schon vor einigen Jahren hatten die Verantwortlichen der Gemeinde aus dem Namen des Vereins einen treffenden Slogan gemacht: „Erkelenz für Allaipiddy und Allaipiddy für Erkelenz“. Denn Hilfe ist keine Einbahnstraße, sondern gegenseitige Bereicherung.