Erkelenz: Bernhard Rembarz übernimmt Tiefbauamt-Leitung

Leitung des Tiefbauamts : „Aufgaben reizen mich sehr“

Rund ein halbes Jahr nach dem Abschied von Werner Spartz hat das Tiefbauamt mit Bernhard Rembarz einen neuen Leiter. Bürgermeister Peter Jansen und der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg zeigten sich erfreut, dass die Stelle so kurzfristig besetzt werden konnte, zumal Rembarz neben der Qualifizierung für das Tiefbauamt auch das Rüstzeug hat, um die städtische Kläranlage zu betreuen.

Der 49-jährige Vater zweier erwachsener Kinder hat sein Fachstudium mit Fokus auf Abwasser- und Kläranlagen in Essen absolviert und auch rund zehn Jahre in diesem Bereich in einem Ingenieurbüro gearbeitet, bevor er als Betriebsingenieur zum Niersverband in Mönchengladbach wechselte. In dieser Funktion war er auch für die damalige Kläranlage in Kückhoven zuständig und ist daher mit den Erkelenzer Verhältnissen vertraut. Über einen beruflichen Umweg nach Emmerich kam Rembarz schließlich nach Erkelenz.

„Der tagebaubedingte Strukturwandel und die damit verbundenen Aufgaben reizen mich sehr“, erklärte er zu seiner Motivation, sich auf die Stelle in Erkelenz zu bewerben. Die Kenntnisse im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft waren für die Stelle unabdingbar, wie Lurweg erläuterte, da die Stelle auch die des stellvertretenden Leiters des Abwasserbetriebs beinhaltet.

In diesem Bereich hat die Stadt unter anderem in den neuen Retentionsbodenfilter investiert und hat noch weitere Investitionen größeren Ausmaßes vor sich, wie Lurweg ausführte. Dazu gehören auch die Schaffung einer neuen Kanalinfrastruktur in Holzweiler und die Aufstellung eines Generalentwässerungsplans. Eine solche Bündelung an Aufgaben, die auf das 24-köpfige Tiefbauamt zukommt, kann nicht von anderer Stelle aus mitbetreut werden, erklärte Lurweg.

Rembarz bezeichnete die vom Tagebau geprägten Aufgabenstellungen und die Tatsache, dass Erkelenz eine eigene Kläranlage mit sieben Mitarbeitern betreibt und keinem Wasserverband angehört, als reizvoll. „Man kann flexibler und schneller agieren“, betonte er. Dies habe auch Auswirkungen auf die Höhe der Abwassergebühren, die in Erkelenz seit Jahren sehr günstig ausfallen. Ein wichtiges Thema sei auch die Entsorgung des Klärschlamms.

„Das wird immer schwieriger“, betonte er. „Der entsprechende Markt ist zusammengebrochen.“ Die Entsorgung werde zunehmend teurer. Am 1. Oktober tritt Rembarz offiziell seinen Dienst in der Stadtverwaltung an.

(hewi)
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