Ensemble Aghani: Flüchtlingsprojekt kämpft in Heinsberg ums überleben

Rettungskonzert : Flüchtlingsmusiker sammeln Spenden

Im Selfkantdom Heinsberg ist am Sonntag 27. Januar, Weltmusik des Flüchtlings-Musik-Projekts Aghani zu hören. Das Projekt wird nicht weiter unterstützt - nun will sich das Ensemble selbst weiter finanzieren.

Musik verbindet Kulturen. Frei nach diesem Motto beauftragte das katholische Forum der Region Mönchengladbach/Heinsberg die Musikerin und Gesangspädagogin Agnes Erkens mit einem Musikprojekt für Flüchtlinge.

Agnes Erkens begann im Herbst 2016 ihre Arbeit mit der Intention: „Musik ist unsere universelle Sprache. Dort wo kulturelle und ethnische Gegebenheiten eine Begrenzung oder auch Barriere für Begegnung, Kommunikation und Nähe sind, vermag die Musik diese zu durchdringen, zu erweitern und zu ermöglichen.“ Sie ist der Meinung: „Musik ist eine Form der Liebe, die uns zu Brüdern und Schwestern werden lässt.“

Das Projekt profitierte davon, dass einige talentierte Musiker im Kreis Heinsberg „gestrandet“ waren. So entstand innerhalb eines Jahres ein Ensemble aus sechs Musikern aus Syrien, dem Irak, der Türkei und Deutschland, das den arabischen Namen „Aghani“ trägt.

Das Ensemble hat inzwischen ein wunderbares Repertoire aus traditioneller Lyrik und Poesie der Herkunftsländer der Musiker erarbeitet. „Und die bisherigen Konzerte haben gezeigt, welche Begeisterung die außergewöhnlichen Klangerlebnisse, die einen Einblick in neue und doch bekannte Welten führen, bei den Zuhörern und Besuchern auslösen konnten“, sagt Erkens. „Der Aufbau dieses Weltmusik-Projektes wurde für zwei Jahre finanziert und nun ist das Ensemble zur Weiterführung auf andere Möglichkeiten der Unterstützung angewiesen“, bedauert Erkens. Alle Musiker und auch die Projektleiterin wollen sich dafür einsetzen, dass das Ensemble, in dem sich alle ein Stück Heimat erarbeitet und auch gefunden haben, weiter bestehen kann. Mit einem Konzert im Heinsberger Selfkant Dom sollen nun Spenden gesammelt werden, um weiter existieren zu können. Es findet statt am Sonntag, 27. Januar, um 17 Uhr.

Weitere Informationen zum Ensemble und zu Auftritten erhalten interessierte bei der Projektleiterin Agnes Erkens unter 0175/7840165 oder per E-Mail an agnes.erkens@t-online.de.

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