Erkelenz/Wassenberg/Wegberg: „Enkeltrick“: Betrüger haben es auf Senioren abgesehen

Erkelenz/Wassenberg/Wegberg: „Enkeltrick“: Betrüger haben es auf Senioren abgesehen

Gleich mehrfach haben Unbekannte am Montag in Erkelenz, Wassenberg und Wegberg versucht, ältere Menschen mit dem sogenannten „Enkeltrick“ zu betrügen.

Eine 85-jährige Frau aus Erkelenz wurde gegen 9 Uhr von einem Mann angerufen, der akzentfreies Deutsch sprach und sich als ihr Neffe ausgab. Er bat darum, am Nachmittag vorbeikommen zu dürfen. Die Erkelenzerin informierte die Polizei und ihren tatsächlichen Neffen. Die Beamten nahmen eine Anzeige auf und warteten auf den Anrufer. Doch er erschien nicht.

Gegen 9.45 Uhr erhielt eine 81-jährige Erkelenzerin einen ähnlichen Anruf. Der Mann gab sich als Verwandter aus und bat darum, dass ihm finanziell geholfen würde. Die Seniorin hegte Zweifel, weil ihr die Stimme nicht bekannt vorkam.

Der Anrufer sagte jedoch, er werde im Verlauf des Vormittags zu Besuch kommen. Die Erkelenzerin vertraute sich ihrer Tochter an und man konnte klären, dass es sich bei dem Anrufer nicht um einen Verwandten handelte. Daraufhin informierten sie die Polizei. Auch in diesem Fall erschien kein Betrüger.

Auch eine 77-jährige Frau aus Wegberg erhielt gegen 15.15 Uhr ähnliche Anrufe. Der männliche Anrufer bat um Geld, da er in einer finanziellen Notsituation sei.

Die Seniorin ging davon aus, dass es sich bei dem Anrufer um ihren Neffen handele. Der Anrufer fragte die Dame nach ihren finanziellen Rücklagen und im Haus aufbewahrten Wertgegenständen. Er meldete sich insgesamt sieben bis acht Mal bei der Seniorin. Nachdem die Polizei informiert war, rief er nicht wieder an.

Am Dienstag erhielten mehrere ältere Wassenberger ähnliche Anrufe. Sie fielen ebenfalls nicht auf den Trick herein. Die Polizei ermittelt auch in diesen Fällen. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat in Hückelhoven, Telefon 02452/9200, entgegen.

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