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Kleine Feier im Heinsberger Rathaus: Engagement mit Heimatpreisen gewürdigt

Kleine Feier im Heinsberger Rathaus : Engagement mit Heimatpreisen gewürdigt

Es war eine kleine Feierrunde für die Heinsberger Heimatpreise 2020, die mit einer Entschuldigung begann: Bürgermeister Kai Louis bat seine Gäste im Heinsberger Rathaus um Verzeihung für die späte Preisverleihung, denn der Stadtrat habe bekanntlich bereits am 16. Dezember 2020 über die Vergabe der Heimatpreise abgestimmt.

„Wir haben aber immer gehofft, die Übergabe in einem würdigeren und größeren Rahmen vollziehen zu können“, erklärte er. Dies sei aufgrund der vorherrschenden Coronavirus-Pandemie jedoch weiterhin nicht möglich.

 So empfing der Bürgermeister im Rathaus nur einen Vertreter für jeden der drei Preisträger, die sich gegen sieben weitere Bewerber durchgesetzt hatten. Den ersten Preis, dotiert mit 2500 Euro, übergab er an Stadtführer Helmut Hawinkels. Seit er in Ruhestand sei, habe er sich intensiv mit der Geschichte seiner Heimatstadt befasst, hatte Hawinkels in seiner Bewerbung geschrieben. „Inzwischen wurden von mir mehr als 7000 Menschen, unter anderem aus den USA, aus Russland, Polen, Spanien, Belgien und den Niederlanden, durch unsere Stadt geführt und mit der Geschichte Heinsbergs vertraut gemacht.“ Aber auch viele Bewohner aus Stadt und Region würden ihr Interesse zeigen. Weiterhin bringe er Vorschul- und Schulkindern das Wissen über die Stadt näher. Und schließlich biete er zusammen mit der örtlichen Gastronomie auch sogenannte kulinarische Stadtführungen an. Helmut Hawinkels tut dies, wie er schreibt, immer ehrenamtlich. Eventuelle Spenden gebe er weiter an soziale Einrichtungen wie etwa die Heinsberger Tafel.

 Platz zwei, dotiert mit 1500 Euro, belegte die Schützenbruderschaft Hülhoven-Grebben-Eschweiler. Sie hat mit Unterstützung der Stadt einen 6,5 Kilometer langen Rundgang von Bank zu Bank um die Drei-Dörfer-Gemeinde installiert. Der stellvertretende Vorsitzende Heinz-Josef Florack erklärte, das Preisgeld solle genutzt werden, um den Rundweg jetzt mit Hinweisschildern und Informationstafeln noch weiter auszubauen.

 Über den dritten Platz und 1000 Euro freute sich für „Kempen hilft…“ Anna Petra Thomas. „Wir schlagen Ihnen vor, die wohl einmalige und seit mehr als zehn Jahren erfolgreiche Initiative einer Dorfgemeinschaft und damit auch die Dorfgemeinschaft selbst mit dem Heimatpreis 2020 auszuzeichnen“, hatten Anna Petra Thomas und Norbert Wolters als Initiatoren dieser lokalen Hilfsorganisation an die Stadt geschrieben. Auch das aktuelle Preisgeld ist schon für ein Hilfsprojekt im Ort verplant, für eine junge Familie, wo der Vater nach einer Operation plötzlich im Rollstuhl sitzt.

 „In allen drei Fällen eine super Sache!“, betonte der Bürgermeister, bevor er sich mit allen drei Preisträgern fürs Erinnerungsfoto vors Rathaus begab.

(red)