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50 Jahre Blutspendegruppe Randerath: Eine Idee und inzwischen Tausende Spender

50 Jahre Blutspendegruppe Randerath : Eine Idee und inzwischen Tausende Spender

Ende der 1960er Jahre hatte Heinz König eine Vision, es war nach einem Erste-Hilfe-Lehrgang in Randerath. Er wollte, und diese Idee sollte ihn nicht mehr loslassen, im Ort eine Deutsche-Rote-Kreuz-Gruppe (DRK) gründen.

Dabei dachte er auch gleich an eine Blutspendergruppe. Kurz darauf mobilisierte Heinz König Familien, Freunde und Bekannte. 33 Spender spendeten bei seiner ersten Aktion in Randerath Blut, eine durchaus beachtliche Zahl für den ersten Anlauf. Beim zweiten Termin waren es dann schon mehr als 60, die mitmachten, beim dritten mehr als 100. Seither haben Tausende bei der Ortsgruppe Randerath Blut gespendet.

Ein paar Jahre nach Königs Vision, im Jahr 1972, durfte die Ortsgruppe einen VW-Bus ihr eigen nennen und wurde damit zum DRK-Zug. Und Pfarrer Franz Münstermann stellte im alten Pfarrhaus St. Lambertus einen Raum zur Verfügung – das erste Vereinsheim war geboren. 1973 folgte der Umzug in die alte Schule auf dem Marktplatz. Immer sonntags fanden Blutspendetermine statt, in regelmäßigen Abständen, und es kamen Spender aus Randerath, Himmerich und ebenso aus den umliegenden Ortschaften.

Im Jahr 1981 fand der DRK-Zug Randerath eine neue Heimat. Ida Ophoven, Gattin des verstorbenen Bürgermeisters Josef Ophoven, stellte den Mitgliedern des DRK eine Unterkunft in der Feldstraße zur Verfügung. Dort packten die Ehrenamtler an und engagierten sich – mit Erfolg: Im gleichen Jahr wurde die neue Unterkunft eingeweiht. Der DRK-Zug Randerath stellte sich neu auf und übernahm von nun an im Ort den Bereitschaftsdienst bei öffentlichen Veranstaltungen.

Vor einigen Wochen fand im Rahmen einer Blutspendenaktion in der Schule Randerath eine kleine Feierstunde des DRK-Zuges statt, gemeinsam feierte man das 50-jährige Bestehen in Randerath. Und man dachte an Lucky König, der Mitte des Jahres plötzlich verstorben war. Bereits Vater Heinz König hatte seine ganze Familie vom DRK überzeugen können, Lucky tat es ebenfalls. Seine Gattin Christel startete 1976 ihre Aktivitäten, 1981 übernahm sie die Ortsgruppe Randerath, 1998 wurde sie Bezirksbereitschaftsführerin im Regierungsbezirk Köln. Mit der Tochter Marina steht schon die nächste Generation bereit: Sie schickt sich an, in diesem Jahr die Ortsgruppe zu übernehmen.

Vor seinem plötzlichen Tode sollte Lucky König durch den Kreis für 50 Jahre ehrenamtliches unermüdliches Engagement ausgezeichnet werden, und ihm sollte die DRK-Ehrennadel durch den Bundesverband verliehen werden. Der Kreis und die Ortsgruppe überreichten diese Auszeichnungen nun an seine Ehefrau Christel.

DRK-Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Zoons sowie Heinz Grevenrath vom Kreisverband würdigten die Verdienste in den 50 Jahren, verneigten sich wie alle während der Feierstunde vor Lucky König. Ein Bild erinnerte an den großen Randerather „Jong“. Ferner überreichte Zoons eine Urkunde ans Team für ihre 50 Jahre an Engagement. Ortsvorsteher Alexander Schmitz gratulierte und sagte Danke für so viel Einsatz – und er sah das Erbe von Heinz König weiter in sehr guten Händen.

Für ein Highlight zum Jubiläum sorgte Santosh Pinto. Seit vielen Jahrzehnten ist er mit Foto- und Filmkamera unterwegs, keine Veranstaltung oder wachsender Grashalm entgeht ihm. So hielt Santosh Pinto 50 Jahre Blutspende und DRK in Randerath fest, erstellte ein einzigartiges und 48 Seiten starkes Jubiläumsbüchlein mit unvergessenen Bildern und Geschichten.