Hückelhoven: Ein Symbol für friedliches Miteinander

Hückelhoven: Ein Symbol für friedliches Miteinander

Sieben Frauen sprachen in sieben verschiedenen Sprachen den Satz: „Wir pflanzen diesen Baum als Symbol für ein friedliches Miteinander.“ Und das geschah dann auch im Rahmen der Interkulturellen Woche, als sich Vertreter des Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet Heinsberg, Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen, Heinz-Josef Schmitz als Integrationsbeauftragter der Stadt Hückelhoven und die Damen der Frauengemeinschaft Sankt Lambertus Hückelhoven mit Frauen verschiedener Konfessionen und Kulturen in der Nähe der Aula auf dem Hartlepool-Platz trafen, um den Friedensbaum, einen Blauglockenbaum, als Zeichen des Friedens und des Miteinanders zu pflanzen.

Bei dem Blauglockenbaum handelt es sich um einen sommergrünen Baum, der im April und Mai schöne glockenförmige, blauviolette Blüten trägt. In Ostasien wird der Blauglockenbaum bereits seit Jahrtausenden als Symbol für Glück und Frieden verehrt, wusste die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hückelhoven, Linda Vieten-Wyen, zu berichten.

Vielfalt gegen Einfalt

Die Interkulturelle Woche setze mit dem Motto „Vielfalt, das Beste gegen Einfalt“ ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Toleranz, Frieden und Einheit. Auch Bürgermeister Bernd Jansen sagte, dass Hückelhoven eine „Muli-Kulti-Stadt“ sei und dass Flüchtlinge in der ehemaligen Bergbaustadt willkommen seien. Man wolle sie dezentral unterbringen und nicht nur ein Dach über dem Kopf anbieten. „Wir schaffen das“, ergänzte er in Anlehnung an einen Satz der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Obwohl er sich „allein unter soviel Frauen fühlte“, griff er mit Unterstützung des Integrationsbeauftragten Heinz-Josef Schmitz gerne zum Spaten, um zumindest symbolisch die Baumpflanzung vorzubereiten.

Die Pflanzung des Friedensbaumes war ein weiterer Höhepunkt im Rahmen der Interkulturellen Woche, bei der die anwesenden Frauen auch eine Nachtwanderung unter der Regie von Gerda Boisten erleben durften, die vom Friedenspfahl aus zum Gymnasium und Rathaus und schließlich zur Zeche Schacht 3 geführt hatte und den Teilnehmerinnen viel Aufklärung und Information gebracht hatte.

(koe)