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Wegberg: Ein Sprint für den guten Zweck

Wegberg : Ein Sprint für den guten Zweck

„20 Kilometer natürlich!“ Maya, Ida, Anna und Laura aus der siebten Klasse hatten sich für die längste Strecke entschieden. Schließlich liefen sie — wie alle Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums (MKG) in Wegberg — sozusagen „gegen das Elend der Welt.“

Eine lange Tradition hat der „Maxxwalk“ am MKG, der alle drei Jahre durchgeführt wird. Diesmal gab es einige Neuerungen. Strecken zwischen 11 und 20 Kilometern konnten gewählt werden, und erstmalig gab es eine drei Kilometer lange Sprintstrecke für ambitionierte Schnellläufer.

Durch die Ellinghovener Heide führte der Weg bis zur Molzmühle, an der Schwalm entlang schlängelte sich die Strecke, vorbei an der Burg Wegberg, bis die Sprintstrecke am Beeckbach erreicht wurde. Elf Kilometer waren es bis hierhin, und wer mochte, konnte die Sprintstrecke zusätzlich mehrfach gehen, um an die 20 Kilometer zu kommen.

Alle machten mit, wobei die Oberstufe ein bisschen ausgedünnt war. Die Abiturienten waren nicht mehr da, hier und da noch ein paar Schüler auf Kursfahrt.

Fleißig hatten die Schüler sich Sponsoren gesucht. Vor allem in den jüngeren Jahrgängen reichten die vorgedruckten Karten, auf denen die Sponsoren eingetragen werden, nicht immer aus. Da gab es dann ein voller Stolz handgeschriebenes Zusatzblatt. Je mehr, je besser. Zehn Prozent des Erlöses — auch das gehört zur Tradition — gehen an die vom MKG Wegberg bislang geförderten Projekte: die Maximilian-Kolbe-Siedlung in Osorno (Chile), die Lebenshilfe in Wildenrath und die Aktion Freizeit behinderter Jugendlicher in Mönchengladbach.

Vier selbst gewählte Projekte

Für 90 Prozent des Erlöses haben die Schüler im Vorfeld selbst vier Projekte ausgewählt. Und jeder kann entscheiden, welches Projekt er unterstützen möchte. Für die Kinderkrebshilfe in Ophoven haben sie sich entschieden und für die Stiftung Yayasan Cipta Mandiri (Haus der Träume), die in Bogor auf Java (Indonesien) kostenlose Aus- und Fortbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 24 Jahren anbietet. Das dritte Projekt, die Foundation „Where Rainbows Meet“ im Township von Kapstadt, wurde im vergangenen Herbst von der Südafrika-AG des MKG Wegberg „All4All“ besucht. Die Foundation macht Kindern Bildungsangebote und organisiert Sportveranstaltungen.

Das vierte Projekt schließlich soll Schülern des MKG finanzielle Unterstützung bei Klassen- oder Kursfahrten sichern. Übrigens: Maya, Ida, Anna und Laura haben sich für die Kinderkrebshilfe Ophoven entschieden: „Denn dieser Vorschlag kam aus unserer Klasse.“

(mb)