Erkelenz-Venrath: Eigengewächse überzeugen beim Venroder Wenk

Erkelenz-Venrath: Eigengewächse überzeugen beim Venroder Wenk

Beim Venroder Wenk geht es am Abend vor dem Höhepunkt des Straßenkarnevals noch einmal im Saal richtig rund. Beim großen Kostümfest im Saal Lanfermann bewiesen die Ven- rather und ihre Gäste Humor und ein Gespür für künftige Bühnentalente.

So zum Beispiel Wolfgang Trepper. Der Duisburger Comedian ist karnevalistisch ein Spätberufener und zeigte in dieser Session, dass man in der Bütt auch mit deutscher Comedy durchaus sein Publikum finden kann. Kein Wunder, denn das vorzügliche Thema waren Hitparade und deutsche Schlager.

Über die motzte er ab und beschrieb das Ritual des Hometaping mit dem Cassettenrekorder am Samstagabend. Die Adresse der Hitparade kannte noch jeder auswendig: „ZDF, Kennwort „Hitparade“, 65 Mainz 500“. Bei so viel Gemeinsamkeit fiel es nicht wirklich auf, dass Trepper eigentlich nichts Karnevalistisches von sich gegeben hatte. Dafür hatte er Heino als Lustmolch geoutet und sich köstlich über diverse andere Schlagergrößen amüsiert.

Die Stimmung stimmt

Ein Besuch der EKG durfte natürlich nicht fehlen. Mit großem Aufgebot enterten die Blauweißen die Bühne und gaben eine Kostprobe dessen, was sie zu einem der karnevalistischen Schwergewichte der Region macht. Närrisch ließen es die Gladbacher „Stroßeräuber“ und „Sang- und Klanglos“ aus den Tiefen des Selfkant zugehen.

Auch bei den Eigengewächsen stimmte die Stimmung. Die Wenk-Sterne werden von Ramona Recker trainiert, die dabei von Iris Barth und Tanja Schopphoven Unterstützung bekommt. Für das närrische Publikum hatte die Gruppe junger Tänzerinnen sowohl einen Gardetanz als auch einen rasanten Showtanz im Gepäck. Einen gelungenen Einstand in ihrer ersten Session als Tanzmariechen des Wenk gab Nina Moll. Das Wenk-Ballett präsentierte sich in seinem Showtanz als Polizei. Die Gruppe wird von Sabrina Kaiser trainiert, die dabei Unterstützung bekommt von Marion Hilsmann.

Als „Zwei Rentner aus Leidenschaft“ überzeugten Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum aus Koblenz, bevor sich die Wenk-Aktiven zum großen Finale gegen Mitternacht noch einmal auf der Bühne versammelten.

(hewi)
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