Ehrenamtler des Fördervereins Haus Hohenbusch sorgen für Neuerungen

Haus Hohenbusch : Stück um Stück attraktiver

Auf Hohenbusch tut sich was. Rechtzeitig zum Beginn der Freiluftsaison haben die Ehrenamtler vom Förderverein das Gelände hergerichtet.

Dazu zählen auch 15 neue Bänke, die auf dem Gelände und entlang des sogenannten Brevierweges aufgebaut wurden und jeweils durch ihre bewusste Platzierung stets eine neue Perspektive auf das Herrenhaus bieten.

Wo es auf Hohenbusch langgeht, zeigt ein neues Wegweiser-System, das der Förderverein aufgestellt hat. Informationstafeln klären über die wechselhafte Geschichte des ehemaligen Kreuzherrenklosters und seine heutige Nutzung auf. Doch damit nicht genug. Der Kräutergarten wurde umverlegt in die Nähe der Blumenwiese am Rande des Turnierplatzes. An seinem bisherigen Standort kann nun eine Terrasse für das Klostercafé entstehen, wie der Vorsitzende des Fördervereins, Frank Körfer, verriet.

Ein neuer Blickfang und ein weiteres Argument für einen Besuch auf Hohenbusch ist ein befestigtes Rasenschachfeld. Die hölzernen Schachfiguren waren einmal auf dem Franziskanerplatz im Einsatz und schon etwas in die Jahre gekommen. Die Figuren wurden aufgearbeitet und stehen nun für Schachfreunde zur Verfügung. Sie können im Klostercafé ausgeliehen werden, wie die Betreiberin Elisabeth Müller-Platz betonte. Das Schachfeld aus Bodenplatten wurde von der KulturGarten GmbH finanziert, die seit 2013 im Sommer mit ihrem Festival Electrisize für wahre Besucheranstürme sorgt. „Mit diesem Beitrag wollten wir diejenigen unterstützen, die sich das ganze Jahr über auf Hohenbusch engagieren“, sagte Kulturgärtner Dominic Mercks.

Doch auch in und an den Gebäuden wurde gearbeitet, wie Körfer gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten der Stadt Erkelenz, Dr. Hans-Heiner Gotzen, erläuterte. So wurde der in Mitleidenschaft gezogene Kamin im Herrenhaus wieder hergerichtet. Abgeplatzte Stellen im Gipsdekor wurden fachgerecht ausgebessert und die Farben aufgefrischt. Durch die regelmäßige Nutzung der Räume komme es immer wieder zu kleineren Beschädigungen, sagte Körfer. Auch das Parkett im Herrenhaus wurde geschliffen und neu gestrichen. Auf dem vorderen Hof hat die Stadt darüber hinaus alle Türen und Fenster ertüchtigt und gestrichen. Nun folgt noch ein Dohlenschutz für die Dächer.

Anhand eines Beispiels beschrieb Körfer die Zusammenarbeit des Fördervereins mit der Stadt. So wurde im vergangenen Jahr an der Mauer seitlich des Herrenhauses ein Mauerbrunnen freigeräumt mit dem Ziel, ihn wieder zu aktivieren. Dafür mussten Teile des Mauerwerkes ausgetauscht und ein steinerner Abschluss gesetzt werden.

Nun wird noch die Technik eingebaut, damit aus dem Brunnen Ende Mai wieder Wasser sprudeln kann. Hohenbusch sei im Bewusstsein der Bevölkerung mehr und mehr präsent, erklärte Körfer. An manchen Sonntagen zähle man hunderte von Fahrrädern auf dem Hof. Längst habe sich der Wert der Anlage als Naherholungsziel über die Grenzen des Kreises hinaus herumgesprochen.

Mehr von Aachener Zeitung