Erkelenz: Edle Seifen bei Franzosenmarkt in der Erkelenzer Innenstadt

Erkelenz: Edle Seifen bei Franzosenmarkt in der Erkelenzer Innenstadt

Wenn die Tage kürzer und kühler werden, kommen mit der Ankunft der französischen Marktbeschicker noch einmal Urlaubsgefühle auf. Der Platz vor dem Alten Rathaus verwandelt sich für ein Wochenende in einen französischen Wochenmarkt.

Das Angebot reicht wieder von kulinarischen Spezialitäten der französischen Regionen bis hin zu edlen Seifen und duftenden Ölen. Denn die Produkte haben — ebenso wie ihre Verkäufer — einen ziemlich weiten Weg auf sich genommen, um den Erkelenzer Konsumenten zu überzeugen. Viel Überzeugungsarbeit braucht bei Ziegenkäse, Eselssalami und Primeur nicht geleistet zu werden. Denn die Erkelenzer freuen sich auf ihren Franzosenmarkt, der bereits zum neunten Mal in Erkelenz Station macht. Erkelenz und Franzosenmarkt, „das passt wie Faust aufs Auge“, lautete Brauners Einschätzung. Es gebe Regionen in Deutschland, in denen das Marktangebot besser angenommen werde als in anderen.

Das Wetter spielt keine Rolle

Von den rund 50 Märkten, die er und seine Truppe pro Jahr in Deutschland bestücken, finden die meisten im Süden Deutschlands statt. „Erkelenz gehört schon zu den nördlichsten Standorten“, betonte er. „Hier ist es egal, wie das Wetter ist, denn die Leute kommen auf jeden Fall.“ Wo französisches „Organisationstalent“ und deutsche Behördengründlichkeit aufeinander treffen, ist Veranstalter Brauer gefragt. Er beantragt die Schanklizenzen, übersetzt Behördenbriefe und vermittelt zwischen den städtischen Mitarbeitern und den französischen Händlern, wenn „Hand und Fuß“ nicht mehr weiterhelfen. Doch er begleitet seine Leute auch zum Arzt oder zur Apotheke, wenn es nötig ist.

An den Ständen kann man probieren und sich dann mehrsprachig und unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen auf die Verkaufsverhandlungen einlassen. Und das tun die Besucher nur zu gerne. Ein Leckerbissen ist auch das gesalzene Butterkaramell, das man ebenso wie Lavendelhonig ansonsten suchen muss. Auf dem französischen Markt erübrigt sich das Suchen.

Ebenfalls zu den gern gesehenen Gästen gehören die „Enten“, die am Sonntag wieder in großer Zahl die Innenstadt bevölkern werden. Die Kultautos vom Typ 2CV ziehen nicht nur die Blicke der Autofreunde auf sich und gehören beim französischen Wochenende in Erkelenz einfach dazu. Nicht fehlen darf die Boulebahn am Rathaus, auf der man in dem klassischen französischen Freizeitsport sein Glück versuchen kann.

Der Gewerbering hat die Markttruppe in die Stadt eingeladen und sorgt auch gleich für eine Abrundung. Denn aus den Reihen der Erkelenzer Händler gesellen sich am Samstag und Sonntag auch die üblichen kulinarischen Akteure. Morgen sind auch die Geschäfte am Markt und in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

(hewi)