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„Du ming Stadt“ zeigt die bedrohten Seiten von Erkelenz

Ausstellung : „Du ming Stadt“ zeigt die bedrohten Seiten von Erkelenz

Mit der Plakatausstellung „Du ming Stadt“ soll am kommenden Samstag auf dem Markt an das Schicksal der vom Tagebau bedrohten Ortschaften erinnert werden. Die Motive stellen sowohl die Schönheit der Orte als auch das Ausmaß der Zerstörung dar.

„Du ming Stadt“ ist der Titel einer musikalischen Liebeserklärung an Erkelenz. Sie stammt aus der Feder des Lövenicher Mundartforschers und Musikers Theo Schläger und wurde als Titel für eine Plakatausstellung ausgewählt.

„Das Lied von Theo Schläger drückt wie kaum ein anderes die Verbundenheit der Menschen zu ihrer Heimatstadt Erkelenz aus“, erklärt Petra Kanters vom Organisationsteam. „Daher haben wir es als emotionale Klammer für die Ausstellung der Plakatmotive ausgewählt.“

Die Kunstaktion beginnt am Samstag, 14. August, um 11 Uhr auf dem Erkelenzer Markt. Markus Forg wird mit dem Lied „Du ming Stadt“ die Aktion eröffnen. Mit ihm konnte ein bekennender Erkelenzer gewonnen werden, der den Beinamen „Erkelenzer Frank Sinatra“ trägt.

Die ausgewählten Fotoarbeiten von Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, Ron Weimann und Hubert Perschke werden an den Laternen am Markt angebracht. So können die Besucher die Arbeiten im Freien und in ausreichendem Abstand zueinander betrachten.

Darüber hinaus werden weitere Bilder dieser Fotografen, sowie von Dennis Galle und Sybille Horras-Schmitz, in einer digitalen Dauerschleife gezeigt.

Die Motive der Ausstellung liegen auch in Postkartengröße zum Mitnehmen aus. Um 12 Uhr werden Beate Theißen und Waltraut Barnowski-Geiser, bekannt als Duo Eigenarts, ein Konzert auf dem Markt spielen. Die beiden Musikerinnen setzen sich in ihren Chansons auch kritisch mit dem Tagebau Garzweiler auseinander.

Moderiert wird die Aktion von Christoph Stolzenberger. Als Zeitzeugen und Gesprächspartner berichten der Fotograf Ron Weimann und die Immeratherin Petra Schumann über Randnotizen, die nicht im Fokus stehen. Der Salzburger Fotograf Arne Müseler, der seit 15 Jahren im Tagebaugebiet fotografiert und filmt, wird ebenfalls digital anwesend sein und seinen neuen Bildband vorstellen. „Es ist wichtig, dass wir nicht vergessen, was im Osten der Stadt auf dem Spiel steht“, betont Kanters. Die Fotoausstellung soll auch auf künstlerische Weise daran erinnern.

(red)