Hückelhoven: „Doch es ward Finsternis“: Gewalt und Willkür der Sieger

Hückelhoven: „Doch es ward Finsternis“: Gewalt und Willkür der Sieger

Die Antikriegsthematik wurde gekonnt in Szene gesetzt, es war eine prima Leistung der vielen Akteure des Gymnasiums aus dem Literaturkurs der elften Klasse. „Doch es ward Finsternis“ hießen die Aufführungen, eine eigene Bearbeitung des Theaterstücks „Der Untergang“ von Walter Jens, das seinerseits auf der antiken Tragödie „Die Troerinnen“ von Euripides beruht.

Eine gelungene Textfassung und hervorragende Regie hatte Peter Rohe übernommen, und als Schauspielerinnen und Schauspieler glänzten Shawn Liebeton, Jannis Tölle und Werner Zoch als Poseidon, Mina Komischke und Paula Neuefeind als Hekabe, Adriana Eickwinkel und Annika Seidl als Kassandra, Laura Klein und Didem Sakar als Andromache, Ramir Kargar Kashfi und Yannik Rubach als Menelaos, Kaalef Mabrook und Lukas Otten als Talthybios, Jil Schopphoven und Valeria Ziemek als Helena, Patrick Kirsch als Bote, Fan Chen und Moritz Zitz als Mann, Nora Köthe als Tagesschausprecherin und Karoline Kansy, Nora Köthe und Alicia Labbadia als Frauen. Für die Technik war Patrick Kirsch zuständig und als Souffleur agierte Oskar Jaume.

Ausgangspunkt des Inhalts war die Situation, dass Troja nach zehnjährigem Krieg in Schutt und Asche lag und Poseidon, der Gott, abdankte. Er hatte keine Kraft mehr, die Menschen waren ihm entglitten. Finsternis breitete sich aus im Erdkreis. Vor Troja lagen Leichenberge am Strand. Alle trojanischen Männer waren tot, übrig blieben die Frauen, eingesperrt in einem provisorischen Lager, hilflos der Gewalt und Willkür der Sieger ausgeliefert. Am Ende geht das Licht aus über dem Erdenkreis, das Grauen herrscht.

(koe)
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