Heinsberg: Diskussion über Rechte von Behinderten

Heinsberg: Diskussion über Rechte von Behinderten

Der Unterbezirk Heinsberg der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen hat im AWO-Altenzentrum informiert. Die Psychologin Gertrud Servos ist als Referentin mit dabei gewesen. Ihr ist in dieser Woche der Verdienstorden des Landes NRW durch die Ministerpräsidentin verliehen worden.

Sie überzeugte die interessierten Teilnehmer durch praktische Beispiele und ihre persönlichen Erfahrungen. Servos machte deutlich, dass Inklusion alle Bereiche des Lebens und der Gesellschaft umfasst: Freizeit, Sport, Kultur, Tageseinrichtungen für Kinder, Schule, Wohnen, Umfeld, Arbeit, Mobilität und Politik.

Sie forderte auch eine direktere Beteiligung von behinderten Menschen. Es wäre wichtig und entscheidend, nicht über sie sondern mit ihnen zu reden. Der Landschaftsverband Rheinland habe mit der Einrichtung des Inklusionsausschusses den richtigen Weg eingeschlagen und ein deutliches Zeichen gesetzt.

Da sie selbst auch AWO-Vorsitzende in Neuss ist, hatte sie vollstes Verständnis für die Sorgen der Träger. AWO-Geschäftsführer An-dreas Wagner und AWO-Vorsitzender Josef Krawanja berichteten über Probleme bei der Umgestaltung der integrativen Kindergärten durch Arbeitsverträge mit bewährten Therapeuten in diesen Einrichtungen. Ralf Derichs, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, interessierte sich besonders für die Ausführungen zum Thema Mobilität und Berücksichtigung von Inklusion im öffentlichen Nahverkehr.

Ebenso wurde über die Quartiersentwicklung diskutiert.

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