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Plakataktion gegen Rechtsextremismus: „Diese Bedrohung schnellstmöglich besiegen“

Plakataktion gegen Rechtsextremismus : „Diese Bedrohung schnellstmöglich besiegen“

Das „Bündnis gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg“ schlägt Alarm: Mit Blick auf offensichtliche Verschränkungen von Rechten, sogenannten „Querdenkern“ und weiteren Gegnern von Corona- und Impfmaßnahmen macht es mit einer kreisweiten Plakataktion auf die aktuelle Lage aufmerksam. Die Devise: „Mit Verstand und solidarisch durch die Krise!“

„Aus der Corona-Krise hilft uns sicher nicht, das Virus zu leugnen, die Maskenpflicht zu ignorieren und das Impfen als Horrorszenario schlecht zu machen. Oder hinter den Corona-Maßnahmen sogar wirre Verschwörungen zu wittern“, betont das Bündnis. „Es hilft nur, die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst zu nehmen und die – wenn auch in Details sicher kritikwürdigen Bemühungen der Politik – grundsätzlich zu akzeptieren.“

Alarmierend sei, „dass ganz offenkundig auch hinter den Demos der sogenannten ,Querdenker’ im Kreis Heinsberg Rechte stecken, die die Ängste von Menschen instrumentalisieren wollen. Davon haben wir uns bei einigen dieser Veranstaltungen im letzten Herbst leider selbst überzeugen können.“ Der Sprecherkreis des Bündnisses gegen Rechtsextremismus wolle daher zu Beginn des Jahres 2021 „ein ganz deutliches Zeichen setzen“.

Plakataktion gegen Rechtsextremismus: „Diese Bedrohung schnellstmöglich besiegen“
Foto: Bündnis

Das Bündnis wolle seinen Teil dazu beitragen, „dass wir diese Bedrohung schnellstmöglich besiegen“. Es gehe darum, eine solidarische Gesellschaft zu bleiben, die auf Schwächere Rücksicht nimmt.

Mit finanzieller Unterstützung von Evangelischem Kirchenkreis, CDU, SPD, B90/Die Grünen, FDP, Jusos und NRweltoffen hat das „Bündnis gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg“ 300 DIN-A1-Hohlkammerplakate drucken lassen. „Inzwischen haben fast alle Kommunen im Kreis Heinsberg unsere Plakatierung genehmigt – beziehungsweise plakatieren sogar an ihren Ortseingängen selbst. Außerdem haben sich alle Wohlfahrtsverbände und die evangelische und katholische Kirche dazu entschlossen, die Plakate in ihren Einrichtungen auszuhängen“, so Bündnis-Geschäftsführerin Maria Sprenger.

Das Bündnis schicke die Druckdatei an Mitglieder und weitere Interessierte „zum Eigendruck und zur weiteren Verwendung auch in den Sozialen Medien. Interessenten können sich unter info@buendnis-gegen-rechts-hs.de melden“, so Sprenger. Weitere Infos gibt es auch unter www.buendnis-gegen-rechts-hs.de.

(red)