Die Sternsinger besuchen das Haus Elisabeth in Lieck

Tradition zum Dreikönigstag : Jeder bekommt seinen eigenen Stern mit Segen

Die drei Sternsinger, die das Haus Elisabeth in Lieck besuchen, haben für jeden Bewohner einen gelben Papierstern dabei – eine schöne Tradition zum Dreikönigstag.

„Öffnet das Haus, und öffnet das Tor! Die Sternsinger stehen als Boten davor.“ Mit diesem Spruch sind heute wie an vielen anderen Orten auch in Kirchhoven und Lieck rund 70 Kinder, gekleidet als die drei heiligen Könige Kaspar, Melchior und Balthasar, mit großen goldenen Holzsternen unterwegs. Hier sammeln sie Geld für ein eigenes Projekt des Missionskreises der Kirchhovener Pfarrei St. Hubertus.

Gestern schon waren drei von ihnen, Mara Geiser (10), Pia Geiser (12) und Lina Houben (12) im Alten- und Pflegeheim Elisabeth in Lieck zu Gast, um dort den Segensspruch an der Hauswand anzubringen. Mehr noch wurden sie aber auch von den Bewohnern freudig erwartet, hatten sie doch für jeden einen gelben Papierstern mitgebracht, auf den sie ebenfalls den Segensspruch geschrieben hatten.

„Die Bewohner befestigen die Sterne an ihren Zimmertüren, wie wir ihn auch an unseren Haustüren haben“, erzählte Anni Lehnen, die diese drei Kinder begleitete.

„Das ist eine wunderbare Aufgabe, die Ihr auf Euch nehmt“, begrüßte Karin Reißen die Kinder im Heim und sang zusammen mit den Bewohnern das bekannte Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“. So habe es ja auch Tradition, ergänzte sie. Schon seit vielen Jahren würden die Sternsinger auch die Senioren im Haus Elisabeth in Lieck besuchen. „Und wie es im Lied heißt, kehrt ja auch Ihr mit Eurem Segen ein in jedes Haus“, ergänzte sie. „Ein Segen, der dem Haus Schutz geben soll für das ganze Jahr!“ 

Nachdem die Kinder allen Senioren, die im Aufenthaltsraum versammelt waren, einen Stern geschenkt hatten, brachten sie den Segen am Haupteingang an und machten sich dann auf den Weg zu all den Menschen, die ihr Zimmer nicht mehr verlassen können, um auch ihnen einen eigenen, gelben Papierstern zu bringen. „Es ist schön, wenn man viele Leute trifft“, lautete da auch die spontane Antwort von Lina Houben auf die Frage, warum sie schon seit vielen Jahren mit den Sternsingern unterwegs ist.

 Das Geld, das die Kinder in Kirchhoven und Lieck sammeln, kommt einem Projekt zugute, das der Missionskreis der Pfarrei St. Hubertus seit vielen Jahren in Bolivien unterstützt. Finanziell hilft er Schwester Christa, die aus Vinn stammt und sich auch im Alter von 88 Jahren von Deutschland aus noch um ein Projekt der Dominikanerinnen in der Stadt Santa Cruz kümmert: eine Schule für aktuell 1700 Kinder, einen Kindergarten für 190 Kinder und einen Mittagstisch für 400 Kinder.

Aktuell engagieren sich die Schwestern dafür, einigen Kindern, die ihre Eltern verloren haben, eigene Zimmer mit einer Toilette zu bauen.