Die Rur im Fluss fotografiert

Vernissage : Die Rur im Fließen fotografiert

Mit einer besonderen Bildästhetik wartet die Fotoausstellung „Auf dem Weg zur Maas – Die Rur durch den Kreis Heinsberg“ von Hans-Josef Jansen auf.

Rund 50 teils großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien präsentierten den Blick auf den Verlauf der Rur und die von ihr dominierte Landschaft. Die von der Stadt Wassenberg als Veranstalter organisierte Ausstellung eröffnete der stellvertretende Bürgermeister Frank Winkens.

Ein wichtiger Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeit sei die Menschenfotografie, betonte Hans-Josef Jansen bei seinen einführenden Worten. Dass der Kreis Heinsberg als Region mit seinen Besonderheiten immer wieder sein Interesse wecke, konnte Jansen schon mit seiner früheren Ausstellung „Kreis Heinsberg – Im Glanz der Schweinwerfer“ im Bergfried belegen. Erstmalig und als Premiere folge nun eine mit ausschließlich Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die auch eine Rückbesinnung auf seinen Beginn als Fotograf vor mehr als 30 Jahren sei, wie Jansen verriet.

Wenn auch sein Motto oft laute, dass „in der Vielfalt das Besondere liege“, widmet er sich hier dem Fluss Rur. Nicht nur mit der Reduzierung auf die Schwarz-Weiß- und Grautöne, sondern auch mit der Beschränkung auf den Streckenverlauf im Kreis Heinsberg sei eine Konzentration erfolgt.

Die Flusslandschaft und ihre angrenzende Fauna, Flora sowie interessante Details in, auf und entlang der Rur habe er auf seine Art und Weise festgehalten. Mit Henri Cartier-Bresson, einem französischen Fotografen weltberühmter Schwarz-Weiß-Fotografien, benannte Jansen eines seiner Vorbilder. Nicht nur den Blick für den richtigen Augenblick, für die Wiedergabe von Stimmungen und für das gekonnte Spiel mit den kontrastreichen Formen, Flächen und Lichtwirkungen hat Jansen mit seinem Vorbild gemeinsam.

Die sorgsame Ausarbeitung der Abzüge, die Fähigkeit zur Herausarbeitung der feinabgestuften Belichtung und damit die Nutzung feinster Abstufungen bei den Grauwerten lassen Jansen eindrucksvolle Fotos produzieren. Mit den Stilmitteln der Unschärfe zu spielen, Bewegungen harmonisch in Ruhe übergleiten zu lassen, schafft ebenso reizvolle Ansichten, wie mit Langzeitbelichtungen die Fließenbewegung des Wassers erahnen zu lassen. Hans-Josef Jansen gelingt in seinen Fotografien eine Abstraktion auf das Wesen eines Flusses. Er macht somit Fotografien, die über das reine Abbild hinausgehen und auch ohne Farbe zum gehaltvollen Bild werden.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 2. Dezember, jeweils sonntags von 14 bis 17Uhr im Bergfried in Wassenberg zu sehen. Der Fotograf ist unter 0178/8684205 erreichbar.