1. Lokales
  2. Heinsberg

Kunstlabor auf Haus Hohenbusch: Die Gießkanne kreativ in Szene gesetzt

Kunstlabor auf Haus Hohenbusch : Die Gießkanne kreativ in Szene gesetzt

Am ersten Juliwochenende ist Kunstlabor.de wieder zu Gast auf Hohenbusch. Am Samstag, 6. Juli, und Sonntag, 7. Juli, dreht sich alles wieder um die vielen Facetten der regionalen Kunstszene. Zum 14. Mal hat das Gremium des Kunstlabors wieder Künstler und Kulturschaffende eingeladen und ihnen auch ein gemeinsames Thema aufgegeben.

Diesmal ist es die Gießkanne, die kreativ in Szene gesetzt oder von einer völlig neuen Seite aus betrachtet werden soll. Die Ergebnisse werden bei einer Gemeinschaftsausstellung der 33 teilnehmenden Künstler und Gruppen präsentiert. Doch das ist nur eine Klammer, denn in den Werken der Teilnehmer spiegelt sich die unglaubliche Vielseitigkeit der Kunst in der Region wider. Bilder, Fotoarbeiten, Videos, Skulpturen aus Keramik, Eisen und anderen Stoffen, Tanztheater, Lesungen und Musik aus verschiedenen Bereichen ergeben ein abwechslungsreiches Ganzes.

An sich nichts Neues, mag man denken. Doch weit gefehlt. Denn jedes Jahr bemühen sich die Organisatoren darum, auch neue Impulse zu geben. So tritt am Samstagabend neben den Heiermann Hunters auch die Alternative-Band Blackonda auf. Am Sonntag wird die 16-jährige Poetry-Slammerin Valerie Schippers das Durchschnittsalter der lesenden Autoren deutlich senken. Schippers war schon bei der Erkelenzer Mittsommernachtslesung auf dem alten Friedhof für ihren frischen und ergreifenden Vortrag bejubelt worden.

„Poetry Slam ist eine Ausdrucksform, die in der heutigen Kunst und Kultur ihren festen Platz einnehmen wird“, ist sich Georg Blank vom Gremium des Kunstlabors sicher. Doch auch die Künstler, die quasi schon „fest dazu gehören“ wie das Tanzperformance-Theater „merwürdig.e gestalten“ stehen jedes Jahr für Überraschungen.

Unterstützt wird kunstlabor.de live auf Hohenbusch von der Kunststiftung der Sparkassen, der Stadt Erkelenz und dem Förderverein Haus Hohenbusch. Überregionale Bedeutung hat Kunstlabor.de live dadurch bekommen, dass die Veranstaltung wieder in den Veranstaltungskatalog von „Rheinischer Kultursommer“ aufgenommen worden ist. Das Kunstlabor war zuvor auf der Erkelenzer Burg angesiedelt gewesen.

Der Standort erwies sich aber gerade für Rollstuhlfahrer wegen der Treppen als ungeeignet. Mit Hohenbusch haben die Kunstmacher einen passenden Ort gefunden, der Kunst auch für Menschen mit Handicap erlebbar macht. Apropos Handicap: Auch in diesem Jahr wird das Catering „Laborcafé“ wieder von Klienten der Lebenshilfe ausgerichtet. „Wir haben mit der Kooperation bisher nur gute Erfahrungen gemacht“, weiß Blank.