Erkelenz-Hetzerath: Dialog der Künste auf Haus Hohenbusch

Erkelenz-Hetzerath: Dialog der Künste auf Haus Hohenbusch

Einen spannenden Dialog der Künste verspricht Luise Bolarinwa-Sevenich vom 12. bis 14. Juni auf Haus Hohenbusch. Die Klarinettistin ist Organisatorin und Master Mind hinter dem „KlangKunst Festival“, bei dem sie Malerinnen, Musiker und eine Geschichtenerzählerin zusammenbringt.

Bei der Vorstellung im Rathaus erläuterte sie nun die Idee und warb für das Festival. Als Schirmherrin konnte die gebürtige Katzemerin die Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl gewinnen, aber auch die Stadt sowie der Heimatverein und der Förderverein Hohenbusch sind mit im Boot.

Seidl betonte, dass sie nicht lange überredet werden musste, die Schirmherrschaft anzunehmen. Als studierte Musikwissenschaftlerin finde sie das Projekt sehr interessant. Auch in Günther Merkens vom Heimatverein fand die junge Musikerin und Dozentin einen Fürsprecher. Und zwar einen, der über eine Mailingliste seiner rund 1300 Vereinsmitglieder verfügt und somit „below the line“ die Werbetrommel für das Event rühren kann.

Was erwartet den Bucher beim Klangkunst-Festival? „Es wird einen Dialog der Künste geben“, versprach Bolarinwa-Sevenich. Dreh- und Angelpunkt ist dabei ihr Trio Sonartis, mit dem sie schon viele erfolgreiche Auftritte absolviert hat. Das Festival besteht aus drei Abendveranstaltungen und einem Event für Kinder. Auch das Publikum wird einbezogen und kann zum Beispiel bei der Entstehung eines Gemäldes zur Musik des Terzetts live dabei sein.

Interaktives Konzert

Am Freitag, 12. Juni, beginnt um 20 Uhr die Fragerunde mit Konzert unter dem Titel „Wieso, weshalb, warum“. Die Musikjournalistin Katharina Knees moderiert das interaktive Konzert, unterhält sich mit den Musikerinnen über ihre Arbeit und lädt auch das Publikum zum Fragen ein. Dabei geht die musikalische Reise quer durch die verschiedenen Bereiche und Epochen der Klassik.

„Zauberklang und Liebesduft“ steht am Samstag ab 19 Uhr auf dem Programm. Zu Gast ist dann die Erzählkünstlerin Christiane Willms, die gemeinsam mit dem Trio Sonartis „sinnliche Geschichten und märchenhafte Musik“ präsentiert.

Am Sonntag heißt es dann „Farben hören, Musik sehen“. Und das ist so gemeint. Denn ab 19 Uhr schaffen die beiden Künstlerinnen Gabriele Glang und Chatherine Aubelle zum Spiel des Trios ein Bild, das vor den Augen des Publikums im Atelier entsteht. „Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, für die wir lange geprobt haben“, betonte Bolarinwa-Sevenich. Denn die selbstgestellte Aufgabe besteht auch darin, das Bild im Laufe des Konzertes auch fertiggestellt zu bekommen. Dies sei auch deshalb schwierig, weil die beiden Malerinnen sich ergänzen und auf die Arbeit der jeweils anderen eingehen müssen.

Kinder werden selbst aktiv

Der Samstag gehört dem Nachwuchs. Ab 10.30 Uhr gibt es „KlangKunst für kleine Ohren“. Dabei können die Kinder selbst aktiv werden und unter Anleitung der beiden Malerinnen malen. Musikalisch begleitet wird der Workshop von Joshua (Klavier) und Lusia (Klarinette) Gehlen aus Köln. Die beiden Schülern Bolarinwa-Sevenichs wurden schon ausgezeichnet und gelten als große Nachwuchstalente.

(hewi)
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