Wegberg: DGV Wegberg feiert Tag des Hundes mit Workshops und Shows

Wegberg: DGV Wegberg feiert Tag des Hundes mit Workshops und Shows

Kein Hundewetter am Tag des Hundes. Nicht das, an dem der sprichwörtliche Hund nicht vor die Tür geschickt wird, aber auch nicht das absolute Wohlfühlwetter für den Hund. Flirrende Hitze liegt über dem Hundeplatz des DGV (Verband der Gebrauchshundsportvereine) MV Wegberg, da sind die Vierbeiner dankbar für das schattige Plätzchen im Schutz einer Hütte, wo es sich herrlich dösen lässt.

Zufrieden beobachtet Dorothee Obst, die Vorsitzende des Vereins, zwei Labradore, die es sich dort gemütlich gemacht haben. „Hunde sind keine Sportgeräte“, lautet ihr Credo. Bei diesen Temperaturen wird es eben ein wenig ruhiger zugehen auf dem Vereinsgelände an der Maaseiker Straße an diesem Tag der offenen Tür, mit dem Verein sich an den bundesweiten Aktionen des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) zum Tag des Hundes beteiligt. Spiel und Spaß gibt es dennoch reichlich — für Hund, Herrchen und Frauchen.

In den Schatten der umliegenden Bäume ist auch Martina Hagemann gegangen, im Verein zuständig für Stöbertraining und Mantrailing. Aufmerksam lauscht Jack, ein lebhafter Jack-Russell-Mix, beim Stöbertraining ihren Befehlen. In Windeseile hat er die versteckten Gegenstände gefunden und wartet brav auf seine Belohnung. Sie erweisen sich als gutes Team, Hund und Frauchen: der Hund hat Freude am Suchen, das Frauchen Geschick beim Lenken des Hundes. Auch Ben, ein neugierig-freundlicher Beagle, der als Gast auf den Platz gekommen ist, versucht sich im Stöbern. Mit beachtlichem Erfolg. „Ein guter Hund fürs Stöbern“, lobt Martina Hagemann.

Nicht nur an diesem Tag ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht. „Wir heißen jeden herzlich willkommen, als Mitglied, als Gast, als Kursteilnehmer“, versichert Dorothee Obst.

Vorführungen, Workshops, Aktionen und ein Spaßparcours stehen auf dem Programm, in den Pausen gibt es Tipps zur Erziehung und Beschäftigung mit dem Hund. „Bindung aufbauen, Vertrauen gewinnen, bis Mensch und Hund ein Dream-Team sind, ist ein langer Weg“, plaudert sie aus dem Nähkästchen. Ein Weg, der sich lohnt, denn „ein Hund lernt ein Leben lang“. In der Basisausbildung, die jeden Samstag stattfindet, werden die Grundlagen für das Verhältnis zwischen Menschen und Tier ins rechte Lot gerückt. „Der Mensch muss Rudelführer werden.“

Familiär geht es zu auf dem Vereinsgelände. 26 Mitglieder, von 14 bis 77 Jahren, und sogar ein Mitglied ohne Hund ist dabei. „Klein aber fein“, sagt Martina Hagemann. Den Ausbildungswart Michael Kindler nennen sie respektvoll „Hundeflüsterer“, es gibt Experten für Rally-Obedience und Mantrailling, eine Hunde-Physiotherapeutin/Osteopathin komplettiert das Team. Hier packt jeder ehrenamtlich mit an, denn Gebäude müssen instand gehalten, Bäume geschnitten, Rasen gemäht werden. Und mittwochs wird nach dem Training wird gemeinsam gekocht, gegessen, erzählt und anliegende Aufgaben besprochen.

Da verwundert es nicht, dass es für den 15-monatigen Julius, den Nachwuchs der Vereinsmitglieder mit den Labrador-Hunden, die im Schatten dösen, auch gleich einen Sandhaufen zum Spielen gibt. Dorothee Obst lacht: „Man muss Menschen mögen, um mit Tieren zu arbeiten.“