Deutsche Streicherphilharmonie für Konzert in Heinsberg

Deutsche Streicherphilharmonie : Geburtstagskonzert mit vielen Leckerbissen

Mit einem musikalischen Paukenschlag setzt die Jugendmusikschule Heinsberg am Freitag, 13. September, um 20 Uhr (Einlass 19.15 Uhr) den Reigen der außergewöhnlichen Veranstaltungen zur Feier ihres 50-jährigen Bestehens fort.

Zwischen drei Gastspielen beim Bonner Beethovenfest wird die Deutsche Streicherphilharmonie, das bundesweite Spitzenensemble für hochtalentierte Streicher im Alter von 11 bis 19 Jahren, der Jugendmusikschule musikalisch zum Geburtstag gratulieren.

Mehrmals im Jahr ist diese junge deutsche Streicherelite in diesem Ensemble zu Probenphasen und Konzertreisen vereint. Das Aushängeschild des Verbandes deutscher Musikschulen ist dabei auch in den ersten Konzertadressen wie der Kölner oder Berliner Philharmonie zu Hause und gastierte gerade erst im legendären Wiener Musikvereinssaal.

Selbst ausgesucht

Aus den Programmen des Orchesters für Wien und Bonn konnten sich die Heinsberger Geburtstagskinder sogar ein eigenes Programm zusammenstellen und haben sich entsprechend besondere Leckerbissen ausgesucht. Nach dem Einstieg mit dem ersten Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts Nachtmusik und Johann Sebastian Bachs drittem Brandenburgischem Konzert bildet Frederik Chopins Klavierkonzert Nr. 2 sicher einen Höhepunkt des Konzertes.

Auch den Solisten für dieses virtuose Glanzstück der romantischen Solokonzerte konnten die Gastgeber übrigens selbst vorschlagen – und entschieden sich für den jungen Kölner Pianisten Yuhao Guo. Den Gewinner zahlreicher renommierter Wettbewerbe und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben zeichnet neben seiner scheinbar mühelosen und immer unprätentiösen Virtuosität seine außergewöhnliche Vielseitigkeit aus. Als Solist spielt er die große romantische Literatur mit Orchestern wie dem WDR-Sinfonieorchester Köln oder den Duisburger Philharmonikern. Daneben ist er ein überaus gefragter Kammermusiker und Korrepetitor. Als solcher war er mit Sängerin Tamara Peters auch schon in Heinsberg zu bewundern.

Im Zentrum der zweiten Konzerthälfte steht mit Dmitri Schostakowitschs Kammersymphonie op. 110a eines der vielleicht ergreifendsten Werke der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und natürlich darf im Programm auch Ludwig van Beethoven nicht fehlen, der mit dem späten „Lento assai, cantante e tranquillo“ aus dem Streichquartett Nr. 16 (op. 135) vertreten ist.

Prof. Wolfgang Hentrich dirigiert

Dirigent des Konzertes ist Prof. Wolfgang Hentrich. Der erste Konzertmeister der Dresdner Philharmonie ist seit Sommer 2013 Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie. Daneben leitet er das Philharmonische Kammerorchester Dresden und ist Primarius des Dresdner Streichquintetts und des Carus Ensembles Dresden.

Als echtes Highlight für Freunde von Orchester- und Klaviermusik gleichermaßen ist das Konzert auch Teil der Konzertreihe „Klavier entlang der Rur“. In dieser bündeln Veranstalter von Monschau bis Heinsberg ihre Kräfte, um, vom Land NRW zusätzlich gefördert, Konzerte auf internationalem Spitzenniveau in unserer Region zu ermöglichen.

Da für die mehr als 70 Musikerinnen und Musiker des Orchesters der Platz im Rondell, der eigentlichen „guten Stube“ der Jugendmusikschule, natürlich nicht ausreicht, findet die Veranstaltung in der Aula der städtischen Realschule im Klevchen statt (Schafhausener Staße. 41). Um dem edlen Klangkörper adäquate Bedingungen zu bieten, wird dort extra eine große Bühne gebaut, und der große „Heinsberger“ Steinway-D-Flügel wird erstmals außerhalb des Rondells zu erleben sein.

Tickets sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und online über die Webseiten der Jugendmusikschule (www.jms-hs.de) und von „Klavier entlang der Rur“ (www.klavier-rur.de) erhältlich.

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