Wassenberg: Der Pontorsonplatz zeigt sich international

Wassenberg: Der Pontorsonplatz zeigt sich international

War der erste Abend beim West-Musiksommer schon ein Erfolg, dann stand der deutsch-niederländische Tag des Musiksommers ihm mit seinen Angeboten in nichts nach.

Neben dem Musikprogramm gab es auch ein buntes Kinderprogramm. Und auch regionale Produkte von dies- und jenseits der Grenze sowie eine breite Palette an Informationen und Unterhaltung wurden angeboten.

Sascha Klaar am Klavier sorgte mit seiner Musik für den Höhepunkt des Tages.

Und dieses Potpourri genossen wieder hunderte Besucher auf dem Pontorsonplatz und in der Begegnungsstätte. Beim Rundgang begegnete den Besuchern das neue Maskottchen der Stadt Wassenberg „Sammy, der Sämling“ in Begleitung der Tönisvorster Apfelkönigin Annica Lambertz, die eine würdige Botschafterin für den „Königsapfel“ aus der größten Apfelregion am Niederrhein ist.

An weiteren Stationen auf dem Rundgang boten sich den Interessierten mit den Honigprodukten der Wassenberger Familienimkerei Heimes oder den Hofprodukten des Schurenhofs (Vlodrop) regionale Leckereien zum Probieren an. „Seit 2011 betreiben wir die Imkerei in Wassenberg mit mittlerweile neun Bienenvölkern. Im letzten Jahr ist die Begeisterung auch auf unseren Sohn übergesprungen“, ließ die Familie Heimes die Gesprächsteilnehmer an ihrem Stand Einblick in ein interessantes und für die Natur ebenso wichtiges Hobby nehmen.

Marga Meijers-Tegels vom Schurenhof begeisterte mit ihrem herzerfrischenden Humor die Besucher und vergaß dennoch nicht, die Bandbreite ihres Angebotes zu präsentieren. „Wir arbeiten mit 85 Bauernhöfen aus der grenzüberschreitenden Region zusammen, die und mit vom Obst, Gemüse und Spezialitäten beliefern. Selber halten wir Legehühner und Schafe, deren Produkte wir im Hofladen und Hofcafé verkaufen.“ Eine neue Spezialität sei das selbstgebraute Gagelbier, das mit Kräutern aus dem Naturpark versetzt ist. Und das machte die Gäste neugierig.

Wie intensiv die Kooperation der grenzüberschreitenden Nachbargemeinden Wassenberg und Roerdalen im Freizeitbereich gelebt wird, demonstrierten die Aussteller und Aktiven für die Freizeitgestaltung von Theresa Wasch als Gästeführerin in Wassenberg bis zum Fremdenverkehrsverein VVV Midden Limburg. Am Stand des VVV wurde der aktuelle Fahrradwegeplan vorgestellt, der großes Interesse bei den Besuchern fand. Auf zwei Rädern, aber stehend die Gegend zu erkunden, bot das Segway-Angebot.

Musik bietet den Rahmen

Der musikalische Rahmen aber blieb die Hauptattraktion. Auch dabei repräsentierte die niederländische „Original Maaskapelle“ die hohe Musikkultur des Grenznachbarn. Begeisternd waren die Beiträge von der Polka (Spatzenpolka) bis zum Beat (Hej Jude/Beatles) als gesamte Kapelle auf der Bühne oder als Teilensemble im Publikum vorgetragen. Den Gedanken des direkten Einbezugs durch Publikumsnähe setzen die Steeldrum Marching Band „Sunshine Coconuts“ mit ihrem Walking-Act-Programm konsequent fort, indem sie durch die Reihen der Stände und Zelte zog und ihre karibischen Klänge hautnah spüren ließ.

Den Höhepunkt erreichte das musikalische Angebot mit Sascha Klaar (Klavier und Drum) und seiner Begleitung Maxim Begun (Saxophon) und Elmar Kohlschein (Schlagzeug). Spektakulär und mitreißend war der Einstieg in seine Show — eine Mischung aus Blues, Rock´n´Roll, Boogie und Jazzklängen, bei der der Rhythmus sofort übersprang.

Ganz spontan

„Ich nehme mein Publikum ganz spontan mit, deshalb habe ich keine Playlist, sondern spiele situativ und der Stimmung entsprechend meine Songs“, beschrieb Sascha Klaar seine Art zu spielen. Das habe er sich in seinen Lehr- und Wanderjahren als Piano-Barspieler unter anderem in der Schweiz angeeignet. Sein „Roter Faden“ sei seine große Freude an der Musik und die Herzlichkeit seinem Publikum gegenüber. Und es funktionierte — ob in Brasilien bei der WM oder in Wassenberg, seiner alten Heimat.

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