Erkelenz: Der „Ort der Begegnung“ läuft wirklich gut

Erkelenz: Der „Ort der Begegnung“ läuft wirklich gut

„Der ‚Ort der Begegnung‘ läuft wirklich gut. In den letzten Monaten hat sich hier viel entwickelt.“ Dieses Fazit zog Pastoralreferent Johannes Eschweiler, Vorsitzender des Vereins Amos, in den Räumen des Ortes der Begegnung in Erkelenz. Jeden Tag gebe es mindestens ein Angebot.

Für ihn und die anderen Träger — neben Amos sind dies die Pfarre Christkönig, die Kirchenregion Heinsberg und die evangelische Kirchengemeinde — zeigt sich damit, dass man richtig mit dem neuen Konzept liegt, verstärkt Zielgruppen anzusprechen und Gruppenangebote hier zu schaffen und Verschiedenes zusammenzuführen.

Ort für Menschen in Not

„Es geht uns darum, die Vielzahl der Angebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, egal welcher Religion sie angehören, aufzuzeigen, die in der ökumenischen Zusammenarbeit entstanden sind“, erklärte Eschweiler. Der Ort der Begegnung sei mittlerweile auch ein Ort, wo die Flüchtlingsarbeit ihr Zuhause habe und demnach ein wichtiger Ort für Flüchtlinge, betonte er.

Neben Angeboten für Flüchtlinge würden aber auch nicht die Menschen vergessen, die ein Stück weit am Rande der Gesellschaft beziehungsweise in Not seien. Die Liste der Angebote sei entsprechend lang. Montags findet hier das Café „Kaffeeduft“ von 15 bis 17 Uhr statt. Es steht allen offen, die eine gute Tasse Kaffee trinken möchten sowie den Austausch und das Gespräch mit anderen suchen. Austauschen kann man sich auch am Dienstagmittag in der Zeit von 12 bis 14 Uhr im „K-Punkt“.

Das „K“ steht hier für Kommunikation. Es handelt sich um einen Treffpunkt als offenes Angebot für alle Besucher verbunden mit der Möglichkeit eines kleinen Imbisses. An jedem ersten Mittwoch im Monat in der Zeit von 15.30 bis 17 Uhr gibt es das Tanzcafé für Senioren unter der Leitung von Anita Schiller, das allen offen steht, die gerne tanzen möchten.

Jeden Mittwoch in der Zeit von 9 bis 11 Uhr findet weiterhin das Frühstück für Arbeitslose und Menschen mit geringem Einkommen und Interessenten unter der Mithilfe von Christa Frank und Patricia Bartke statt. Mittwochs in der Zeit von 13 bis 15 Uhr trifft sich hier auch eine Gruppe von Frauen, die Betreuungskräfte in Privathaushalten sind. Geleitet wird diese von Schwester Svitlana Matsiuk, der es auch um die Sprachförderung geht.

Sprachcafé geplant

Heidi Breidt, Gemeindediakonie der evangelischen Kirchengemeinde, ist verantwortlich für das Café International am Donnerstag von 14.30 bis 17.30 Uhr, zu dem regelmüßig rund 30 Leute, Ehrenamtliche, Flüchtlinge, Flüchtlingspaten und Interessierte kommen. Zudem plant sie am Dienstagnachmittag von 14 bis 16 Uhr ein Sprachcafé einzurichten.

Birgitta Theymann von der Pfarre Christkönig verwies auf die Sprachkurse für Flüchtlinge am Freitag, die über den Migrationsfond des Bistums Aachen finanziert werden. In der Regel gibt es hier 15 bis 20 Flüchtlinge mit ihren Kindern. Daneben gibt es einen Sprachkursus am Dienstag in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.45 Uhr der evangelischen Kirchengemeinde.

Ursula Rothkranz, Gemeindereferentin der Pfarre Christkönig, verwies darauf, dass man einen dritten Sprachkurs für Flüchtlinge etablieren wolle. Der Verein „Willkommen in Erkelenz“ habe bereits die Finanzierung zugesagt. Zudem treffen sich im Ort der Begegnung Familien, die eine Tot- oder Frühgeburt bestattet haben mit dem evangelischen und katholischen Seelsorger, sowie samstags eine Kommuniongruppe.

Johannes Eschweiler verwies in dem Zusammenhang darauf, dass der Ort der Begegnung auch anderen Gruppen nach Absprache offen steht.

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