Heinsberg-Dremmen: Der Männergesangverein 1975 Dremmen stimmt Ohrwürmer an

Heinsberg-Dremmen: Der Männergesangverein 1975 Dremmen stimmt Ohrwürmer an

Mit „Musik kennt keine Grenzen“ war das Herbstkonzert des Männergesangvereins 1875 Dremmen in diesem Jahr nicht von ungefähr überschrieben, hatte er sich doch sehr zur Freude des Publikums mit dem Shantykoor aus dem niederländischen Schinveld Sangesfreunde eingeladen, die ihr Programm mit sehr viel Humor bestritten, der schnell auf die Zuhörer von dies- und jenseits der Landesgrenze übersprang.

Den Auftakt des Konzerts, das der Chor in Verbindung mit der Kulturgemeinde der Stadt Heinsberg in der voll besetzte Oberbrucher Festhalle darbot, machten jedoch die Dremmener unter der Leitung von und mit Gerd Geradts am Klavier selbst. Dem Fliegermarsch, einem Ohrwurm für Marschmusikfreunde, ließen die Dremmener eine Hommage an Berlin folgen. „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin“, hieß es da oder „Heimweh nach dem Kurfürstendamm“. Spätestens bei der „Berliner Luft“ hielt es die Zuhörer nicht mehr still auf ihren Stühlen, und alle klatschten kräftig mit.

Im zweiten Teil vor der Pause ging dann schon ein niederländisches Schiff auf der Festhallen-Bühne vor Anker. Mit Michael Wijers als Chorleiter in Kapitänsuniform eroberten die stilecht gekleideten Matrosen mit Schiffsglocke und Rettungsring sowie vier Musikern, die sie mit Akkordeon, Gitarre und Mandoline begleiteten, schnell die Herzen des Publikums. Dies gelang ihnen dank ihres humorvoll agierenden Moderators. „Auch Matrosen haben eine Heimat“ sangen sie nach „Harry‘s Schicksalsmelodie“. Weiter ging es mit „Up she goes“, den Capri-Fischern, Rum aus Jamaika, „Liverpool Lou“ und „Tabé“, das sie in ihrer Muttersprache präsentierten.

Konzert in Deutsch und Niederländisch

Nach der Pause setzten zunächst die Freunde aus den Niederlanden das Konzert in Deutsch und Niederländisch fort. Sie sangen von einem „Lekker mennekke“ oder von roten Rosen in „Roeëd zint de roeëze“. Ihr Lied „Dan kal ich plat“ verstand auch das deutsche Publikum aus der Grenzregion sehr gut. Nach „Sojeën sjenk van sjang“ ging es noch einmal auf Deutsch weiter mit einem Besucher in der kleinen Kneipe und einer Hymne auf die Freundschaft.

Das Leben zu genießen, „Geneet van‘t laeve“ lautete zum Schluss der Appell der singenden Gäste aus den Niederlanden.

Mit „La Montanara“ führten die Dremmener Sänger das Programm weiter gen Finale. „Nur die Liebe lässt uns leben“, befanden auch sie. Es folgten „Amarillo“ und die weiteren Ohrwürmer „Wunder gibt es immer wieder“ und „Mendocino“. Mit einem Howard-Carpendale-Medley beendeten die MGV-Aktiven das Konzert.

Ohne Zugabe wollte das Publikum nach dieser gelungenen Mischung jedoch nicht nach Hause gehen. Und diese bestritten die beiden Chöre dann gemeinsam, zunächst mit einem deutschen Text zum Gefangenenchor aus der Oper Nabucco dann mit einer Hommage an den Ort Dremmen zur Melodie „Dem Land Tirol die Treue“.

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