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Hückelhoven-Hilfarth: Der Duft der Weiden lockt ins Korbmachermuseum

Hückelhoven-Hilfarth : Der Duft der Weiden lockt ins Korbmachermuseum

Der Duft geschälter Weiden strömte am Sonntag durch den Innenhof des Korbmachermuseums. Während sich überall in der Region die Museumstüren am Internationalen Museumstag kostenlos öffneten, damit Jedermann einmal an den Kunst- und Kulturschätzen schnuppern konnte, stand in Hilfarth das diesjährige Weidenschälfest an.

Viele Bürger kamen von Nah und Fern zu den Rurtal-Korbmachern, um sich über die Kunst des Hilfarther Traditionsvereins zu informieren. Im Mittelpunkt standen zwei Weidenschälmaschinen, die Anfang der 50er Jahre erfunden und jetzt von aktiven Korbmachern des Vereins bedient werden. Was damals eine Revolution war, handhaben die ehemaligen Korbmacher heute wie selbstverständlich. Als Vorsitzender der „Rurtal-Korbmacher“ weiß Heinz Knur zu berichten, dass vor Jahrzehnten das Schälen der Weiden eine Mammutaufgabe für die ganze Familie war. Auch sei die Zeit für das Schälen begrenzt gewesen.

Beim diesjährigen Weidenschälfest waren die beiden im Besitz des Hilfarther Vereins befindlichen Weidenschälmaschinen stündlich im Einsatz. Es war eine interessante Demonstration, aber nicht die einzige. Marianne Breda fertigte ihre „Schlengel“ und Ehrenvorsitzender Friedel Fell fertigte Körbe.

Es war ein Fest für die ganze Familie und auch an das leibliche Wohl der vielen Besucher hatten die Gastgeber gedacht. Da gab es Spezialitäten vom Grill, Reibekuchen und vieles mehr. Außerdem gab es auch Führungen durchs Museum. Aber die gibt es natürlich nicht nur am Tag des Weidenschälfestes, sondern bis Oktober an jedem Sonntag von 13 bis 18 Uhr im Rurtal-Korbmachermuseum an der Nohlmannstraße 22. Weitere Infos unter: www.rurtal-korbmacher.de.