Der Comedyabend der KG Kemper Gröne in der Kempener Bürgerhalle war ausverkauft

Comedy mit Martin Schopps : Amüsantes von „Kevin und den Schulabrechern“

Beim Kempener Comedyabend gab es auch dieses Mal in der ausverkauften Bürgerhalle am Ende nur begeisterte Gesichter, bei den Organisatoren, der KG Kemper Gröne, sowie der Schützenbruderschaft St. Katharina und St. Josef, bei seinen Besuchern und nicht zuletzt beim Künstler selbst.

„Tafeldienst“ heißt sein Programm, das er dem Publikum in zwei Schulstunden à 45 Minuten mit Pause dazwischen präsentiert hatte. Dass er als Lehrer da viel zu korrigieren hatte, war klar, aber auch er selbst musste sich einen Fehler eingestehen. Aus seinem „Hallo Heinsberg“ zu Beginn der ersten Stunde wurde dann natürlich für die zweite Hälfte ein „Hallo Kempen“.

Der Berufsschullehrer schilderte den Gästen seinen Schulalltag mit den Hauptcharakteren Kevin, Nico, Justin und Schantalle, die im Deutschunterricht bei Satzbau und Rechtschreibung ihre eigenen, neuen Wege gehen. „Es ist ein Unterschied, ob ich sage: Ich haue mir Eier in die Pfanne oder ich haue mir die Pfanne in die Eier“, sagte er und schmunzelte in seiner unnachahmlichen Art. Sätze ohne ein einleitendes „Ey Alder“ und eine Beleidigung am Ende würden bei den heutigen Schülern zudem Schlafstörungen verursachen, ergänzte er.

Über den Spruch „Wer nämlich mit h schreibt“ kann er sich überhaupt nicht aufregen. „Der kennt sieben Buchstaben und kann einen Stift richtig herum halten“, so seine positive Erkenntnis. Schopps erzählte schließlich von seinen Erlebnissen beim Elternsprechtag mit Helikopter- und U-Boot-Eltern, ließ sich zudem über Sinn und Unsinn von Gutachten aus.

In der zweiten Stunde ging es zunächst um Lehrermangel und dem damit verbundenen fachfremden Unterricht. Müsse da ein Deutschlehrer Biologie unterrichten, könne er sich allenfalls dem Thema Aufklärung widmen, so Schopps. Er erklärte sogar sein Konzept der Mäeutik, die sokratische Methode, durch geschicktes Fragen die im Partner schlummernden, ihm aber nicht bewussten richtigen Antworten und Einsichten heraufzuholen. Angewendet auf Kevin bedeutet dies: „Das weißt du selber, nur du weißt es noch nicht.“

Mit dem Konzept einer Waldorfschule, wo man ja bekanntlich seinen Namen tanzt, leitete Schopps schließlich den musikalischen Teil seiner Schulstunde ein. Kölsche Lieder, vor allem von den Bläck Fööss, konnte das Publikum natürlich sofort mitsingen. Aber auch mit den Texten der Schulband namens „Kevin und die Schulabbrecher“ begeisterte der Comedian. Ins Jahr 2040 blickte Martin Schopps mit seinem Song „Leider nicht“. Im Anschluss an seinen Auftritt suchte er gerne noch die Nähe seines Publikums und schrieb auch noch das ein oder andere Autogramm.

Gleich zwei Termine können sich die Fans der Kempener Veranstaltungen in der Bürgerhalle schon fürs nächste Jahr vormerken: Beim nächsten Comedyabend am 18. April 2020 ist Ingolf Lück zu Gast. Am 10. Juni steht ein Mitsing-Konzert mit Björn Heuser auf dem Programm.