Cusanus-Cup 2019: Realschule Heinsberg und Cusanus Kickerinnen siegen

Schulturnier : „Wachablösung“ beim jüngsten Cusanus-Cup

Die Fußballerinnen des Cusanus-Gymnasiums liegen nach drei zweiten Plätzen in diesem Jahr erstmals vorne. Bei den Jungen gewinnt die Realschule Heinsberg.

„Es war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung“, sagte Andreas Goß vom Cusanus-Gymnasium in Erkelenz. Er hatte die Idee, den Cusanus-Cup für Schulfußballmannschaften ins Leben zu rufen. Bei der vierten Auflage in der Karl-Fischer-Sporthalle standen sich bei Jungen und Mädchen jeweils die Teams des Cusanus-Gymnasiums und der Realschule Heinsberg gegenüber. Bei den Jungen ging der größte Pokal nach Heinsberg, bei den Mädchen durfte sich erstmals das gastgebende Team des Cusanus-Gymnasiums über den Turniersieg freuen.

Von einer „Wachablösung“ sprachen Goß und Rodolfo Mohren-Petersohn, der die Turnierleitung hatte, bei den Mädchen. In den ersten drei Jahren hatte jeweils die Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg den Ton angegeben und das Cusanus-Team auf den zweiten Platz verwiesen.

Jetzt gehören einige der starken Wassenberger Spielerinnen nicht mehr der ausgeschriebenen Altersstufe an, während Andreas Goß, der die Cusanus-Mannschaften betreut, weiterhin auf seinen „goldenen Jahrgang“ bauen kann. Im Halbfinale setzten sich die Cusanus-Mädchen mit 5:2 gegen das Betty-Reis-Team durch. Für den Titelverteidiger blieb Platz drei nach dem 4:3 (1:1) nach Neunmeterschießen gegen die Gesamtschule Ratheim.

Dem Ratheimer Team um Melanie Moll, die bei Borussia Mönchengladbach spielt, war die Endspielteilnahme zugetraut worden. Doch im Halbfinale nutzte die Realschulmannschaft aus Heinsberg einen ihrer Konter zum 1:0. Und den Vorsprung verteidigte sie stark.

Im Endspiel legte Jil Frehse, die in der DFB-Nationalmannschaft und im Verein im Tor, in der Schulmannschaft aber im Feld spielt, nach zwölf Sekunden das 1:0 für die Cusanus-Mädchen vor. Die Führung wurde auf 3:0 ausgebaut, doch mit einem Doppelschlag kam Heinsberg heran. Und auch nach dem 4:2 bewiesen die Realschülerinnen Moral und verkürzten auf 3:4. Das 5:3 war dann die Entscheidung; Jil Frehse hatte mit insgesamt vier Toren entscheidend dazu beigetragen. „Sie macht den Unterschied aus“, lobte Andreas Goß.

Bei der Siegerehrung freute sich auch Cusanus-Schulleiterin Rita Hündgen über den Erfolg. „Das verzeihen mir sicher alle“, sagte sie. Zu den Pokalen für die Top-Drei gab es für die ersten vier Teams noch einen großen Schokoladentaler.

Bei den Jungen war die Mannschaft der Betty-Reis-Gesamtschule mit Dominik Sinanoglu von Bayer Leverkusen die spielstärkste, befand Rodolfo Mohren-Petersohn. Doch die Wassenberger schafften es nicht bis ins Halbfinale, weil sie im letzten Vorrundenspiel gegen das Maximilian-Kolbe-Gymnasium Wegberg einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gaben und mit 2:6 verloren. So kletterte Wegberg aufgrund der besseren Tordifferenz noch auf den zweiten Gruppenplatz, verlor aber das Halbfinale gegen die Realschule Heinsberg mit 2:4.

Das Cusanus-Team setzte sich sicher mit 2:0 gegen die Hauptschule Erkelenz durch, die durch das 2:1 gegen Wegberg Dritter wurde.

Im Finale hatte Andreas Goß seine Cusanus-Mannschaft „einen Ticken besser gesehen“ als die Heinsberger Realschüler. Doch es gelang nur das 1:0, das Heinsberg noch ausglich. Und im Neunmeterschießen hatte dann Heinsberg mit 3:2 die Nase vorn.

Andreas Goß dankte allen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich ist. Er bezog darin das Technik-Team, die Schiedsrichter Murat Julevic und Michael Kranz, sowie die Sanitäter mit ein.

(sie)
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