Heinsberg: Crowdfunding: Raiffeisenbank präsentiert elektronische Sammelbüchse

Heinsberg: Crowdfunding: Raiffeisenbank präsentiert elektronische Sammelbüchse

Die neue Schaukel im Kindergarten, eine Flutlichtanlage für den Sportplatz, die Ausbildung für Trauerbegleitung oder das spezielle Übungsgerät für die Teilnahme von Behinderten im Sportverein oder in den Selbsthilfegruppen — immer dann, wenn ein Verein oder eine gemeinnützige Einrichtung ein Projekt umsetzen möchte, welches aber alleine nicht zu stemmen ist, soll künftig die Crowdfunding-Plattform der Raiffeisenbank dabei helfen.

„Was einer alleine nicht schafft, dies vermögen viele — diese einfache wie erfolgreiche Idee ist die Basis für das Wirken unserer Raiffeisenbank“, erklärt Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Kroll. Gute Ideen seien das Eine. Was oft fehle, seien die notwendigen finanziellen Mittel, um die sozialen Ideen zu verwirklichen. Deshalb laute der Ansatz: Wenn sich Unterstützer zusammenschließen wollen, um eine gute Idee zu verwirklichen, dann werde dies mit Hilfe der Raiffeisenbank zukünftig möglich.

„Wir haben die Crowdfunding-Plattform eingerichtet, um das individuelle Engagement in der Region zu fördern. Wir werden auf jede der ersten 2000 Unterstützungszahlungen jeweils fünf Euro drauflegen“, sichert Kroll zu.

Einen ersten Einblick, wie das Crowdfunding funktioniert, gibt Marvin Lentzen vom Vertriebsmanagement der Raiffeisenbank eG als Verantwortlicher für die Plattform: Wer etwa eine Behindertengruppe bei ihrer Selbsthilfearbeit mit einem speziellen Übungsgerät ausstatten möchte, stellt seine Idee und das Projekt online auf der Internetplattform vor. Dann gilt es, möglichst viele Fans und Unterstützer zu finden. Dabei können eigene Werbungen und Mitteilungen über die sozialen Netze helfen.

Benötigt das Projekt 500 bis 1000 Euro, müssen sich mindestens 20 Unterstützer melden. Je größer die benötigte Summe, umso höher die Mindestzahl der Unterstützer. Ab 7500 Euro werden mindestens 100 Personen benötigt, die ihre Unterstützung zusagen.

In der nächsten Phase werden dann die Geldbeträge auf einem Treuhandkonto gesammelt. Jeder gibt so viel, wie er möchte. Sind für die Anschaffung eines Übungsgerätes 1000 Euro notwendig, dann werden dafür drei Monate Zeit eingeräumt. Im Internet wird der aktuelle Stand des eingesammelten Betrages symbolisch dargestellt: ein Herz füllt sich je nach Summe bis zur vollständigen Abdeckung. Wird die notwendige Summe nicht innerhalb der drei Monatsfrist erreicht, erhalten alle ihr Geld zurück. Die Raiffeisenbank hat aus ihrem Fördertopf 10.000 Euro bereitgestellt.

Wenn die geplante Summe in der vorgesehenen Zeit eingesammelt wurde, werden das eingesammelte Geld der Spender plus der Zuschuss der Bank ausgezahlt zur Finanzierung des geplanten Projektes.