Christof Schröder ist neuer Leiter des Kreisgymnasiums Heinsberg

KGH-Leiter Christof Schröder : Neue Aufgabe mit Mut meistern

Die Urkunde mit seiner Ernennung zum neuen Schulleiter des Heinsberger Kreisgymnasiums hatte Christof Schröder schon vor Beginn des Schuljahres erhalten. Doch die Schule ließ es sich nicht nehmen, dieses Ereignis wie schon die Verabschiedung seiner Vorgängerin Annegret Krewald nach den ersten, aufregenden Tagen des neuen Schuljahres mit einem kleinen Festakt zu würdigen.

Dazu begrüßte der stellvertretende Schulleiter Joachim Lengert zahlreiche Gäste im pädagogischen Zentrum.

Der Wechsel in der Schulleitung an einer seiner Schulen sei für den Kreis Heinsberg stets ein bedeutendes Ereignis, erklärte Landrat Stephan Pusch und wandte sich dann direkt dem neuen Schulleiter zu: „Sie übernehmen die Leitung einer fast schon einzigartigen Schule, denn Gymnasien in Kreisträgerschaft sind sehr selten.“

Regelmäßig werde bei der Einführung neuer Schulleiter von „bewegten Zeiten“ gesprochen, so Pusch weiter. Das gelte auch dieses Mal wieder, nannte er als Beispiel die Digitalisierung. Nicht nur die neue Janusz-Korczak-Schule werde komplett mit WLAN und modernsten Lehrmitteln ausgestattet. Auch die anderen Schulen in Kreisträgerschaft würden zügig ausgerüstet und ausgestattet. Zudem werde sich am Kreisgymnasium baulich einiges verändern, nannte er den Neubau des Forums und die Schaffung neuer Klassenräume.

Neben den Rahmenbedingungen würden natürlich auch die pädagogischen Geschicke der Schule von der Leitung bestimmt. Pusch zeigte sich froh, dass man mit Schröder „einen engagierten, motivierten und vor allem im Bereich der Koordinierung versierten Schulleiter“ gewinnen konnte, der die Schule seit 2004 kennt. Schröder, der aus Immerath stammt, habe 1989 in Erkelenz Abitur gemacht.

Studium in Siegen sowie Referendariat in Köln folgten Stationen in Ratingen und Jüchen als Lehrer für katholische Religionslehre und Sozialwissenschaften. Seit 2011 leitete er die Oberstufe, seit 2013 war er Oberstufenkoordinator. „Angesichts dieser Vita bin ich mir sehr sicher, dass wir in Ihnen einen fachlich hervorragenden und versierten Gesprächspartner und Mitstreiter in Sachen Kreisgymnasium haben“, betonte er. Die Aufgabe sei sicher anspruchsvoll, „aber Sie übernehmen die Leitung einer immer sehr gut geführten, leistungsfähigen und gut ausgestatteten Schule“.

Es habe bei dieser Entscheidung für den neuen Schulleiter „überhaupt keine negativen Begleiterscheinungen“ gegeben. „Das ist ein gutes Omen“, erklärte der Leitende Regierungsschuldirektor Paul Palmen. Schröder sei nie derjenige gewesen, der sich in den Vordergrund gedrängt habe. Aber er habe sich im Laufe der Jahre herauskristallisiert. Nach vielen Gesprächen sei er sicherlich „die optimale Besetzung“. Als Immerather sei er gewohnt zu kämpfen, habe sich seinen kritischen Geist bewahrt. Er werde jetzt seinen eigenen Führungsstil finden, aus dem dann sicherlich ein bisschen „Schröder-Stil“ werde, so Palmen.

Birgit Esser, Vorsitzende der Schulpflegschaft, sprach den notwendigen Spagat an zwischen dem Neuen und dem Bewährten, das weitergeführt werden müsse. Die Schulpflegschaft sei stets bereit zu konstruktiven Gesprächen, erklärte sie. Für die Schülerschaft sprachen Yllka Shala und Manuel Emmerich. Schröder sei stets verständnisvoll für die Belange der Schüler, erklärten sie. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.“ Caroline Wolff sicherte Schröder als Vertreterin des Lehrerrates jegliche Unterstützung zu. „Ich hoffe, dass die Findungsphase sich für Dich nicht allzu lange anfühlt“, sagte sie. „Und ich bewundere den Schritt, den Du Dir zugetraut hast.“

Da sei ihm jetzt vieles „ins Stammbuch geschrieben“ worden, erklärte schließlich Schröder selbst, der seine eigentlich vorbereitete Rede auf seinem Stuhl liegenließ. Die im Raum stehende Frage, ob man jetzt in der Lehrerschaft weiter beim Du bleiben könne, tat er als absurd ab. Die Leitung der Schule sei unabhängig vom persönlichen Verhältnis untereinander. „Das geht“, betonte er. Sicher sei das jetzt eine Herausforderung, aber er spüre unglaublich viel Unterstützung. „Und wenn das am Anfang etwas holprig wird, ich bin hat ein Spezialmann für die Oberstufe“, räumte er ein.

Für die musikalische Gestaltung, die Palmen ausdrücklich lobte, engagierten sich das Schulorchester und in einem sehr beeindruckenden Trio Musiklehrerin Susanna Schael mit Schülerin Greta Winkelhorst (Violoncello) und Jugendmusikschul-Leiter Theo Krings (Klavier).

Mehr von Aachener Zeitung