Bunter Abend der Kirchhovener Feuerwehr

Spektakel : Bunter Abend der Kirchhovener Feuerwehr begeistert

Nicht nur bunt, sondern dieses Mal auch echt feurig ging´s zu beim bunten Abend, zu dem die Löschgruppe Kirchhoven der Freiwilligen Feuerwehr traditionell im Herbst eingeladen hatte.

Eine echte Feuer-Jonglage gehörte sogar zu dem abwechslungsreichen Programm, das Einheitsführer Hans-Hubert Florack und sein Stellvertreter Willi Geiser als bewährtes Moderatoren-Duo des Abends auf der Bühne der gut besetzten Mehrzweckhalle präsentieren konnten.

„Das Varieté ist der kleinere, feinere und etwas dekadentere Bruder des Zirkus“, zitierte Geiser den berühmten Roncalli-Zirkusdirektor Bernhard Paul, als er die Gäste im „Varieté Sankt Florian“ begrüßte. „Mit unserem Programm möchten wir Euch auch kleine, feine und ausschweifende Varieté-Unterhaltung bieten“, fügte er hinzu.

Den Anfang machte Maike Moerschen, die mit einem Korb voller kleiner, roter Bälle auf die Bühne kam. Ihre Jonglage damit war insofern besonders, als die Bälle eher Kugeln zu sein schienen, die immer in Kontakt mit ihr blieben, sich an ihrem Körper scheinbar alleine entlang schoben. Kombiniert mit Elementen aus dem orientalischen Tanz gab sie ihrem Auftritt in einer Art Sphärentanz einen Hauch von Mystik.

Ganz anders kam dann im zweiten Punkt des Abends Edgar Anders daher, der mit seinen roten Schuhen als Markenzeichen im rheinischen Karneval eine feste Größe als „Ne bonte Pitter“ ist. Er hatte seine ganze Witz-Kanonade mitgebracht in den „Gürzenich von Heinsberg“ und strapazierte damit das Bauchfell seiner Zuhörer, etwa so: „Ich kenne viele Männer, die würden von zu Hause ausziehen, wenn sie wüssten, wie man die Koffer packt.“ Auch er selbst amüsierte sich prächtig und befand am Ende: „Ein bunter Abend ist herrlich!“

Noch bunter machte ihn dann Jens Ohle aus Hamburg, der nicht nur seine artistischen Darbietungen auf seiner Leiter oder auf seinem Einrad in atemberaubender Geschwindigkeit präsentierte, sondern dabei auch noch äußerst wortgewandt seine Allround-Comedy vervollständigte. Ständig suchte er dabei den Kontakt zum Publikum und machte sich sogar auf den Weg nach ganz hinten in die Halle, um aus der Gruppe der dort sitzenden Feuerwehrkameraden Philipp Wolters aus Kempen als einen seiner Assistenten auszuwählen. Dass dann seine Feuer-Jonglage ganz besonders gut ankam, verstand sich da von selbst.

Noch einmal kam dann Maike Moerschen ins Spiel, dieses Mal nicht auf der Bühne, sondern am Trapez im hinteren Bereich der auch fürs Turnen genutzten Halle, die so gleich die notwendige Hängevorrichtung bot. Ganz in Weiß gekleidet verband die Artistin hier ihre Kunst am Trapez mit ihrem Können in der Kontaktjonglage mit einem weißen Ball.

Wie gewohnt musikalisch gelang dann der Ausklang des Abends, dieses Mal mit der Band „Sang und Klanglos“ aus dem Selfkant. Der Funke ihrer Liebe zu rheinischer und echt kölscher Musik sprang schnell aufs Publikum über. Eine Tombola rundete schließlich den wieder einmal echt bunten Abend der Kirchhovener Feuerwehr ab.

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