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Bundestagswahl Wassenberg 2021: Alle Infos

Wahllokale, Parteien, Kandidaten : Was Sie zur Bundestagswahl in Wassenberg wissen müssen

Am 26. September 2021 findet die Bundestagswahl statt. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Bundestagswahl in Wassenberg.

Wer darf bei der Bundestagswahl wählen?

Bei der Bundestagswahl ist wahlberechtigt, wer ...

  • mindestens 18 Jahre alt ist,
  • die deutsche Staatsangehörigkeit hat,
  • mindestens drei Monate vor der Wahl einen Wohnsitz in Deutschland hat oder sich gewöhnlich dort aufhält und
  • nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Deutsche, die im Ausland leben und nicht in Deutschland gemeldet sind, werden nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis eingetragen. Wollen Auslandsdeutsche an der Bundestagswahl teilnehmen, müssen sie einen schriftlichen Antrag stellen.

Wie wird bei einer Bundestagswahl gewählt?

Wählende bei der Bundestagswahl haben zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird per Direktwahl eine Wahlkreisabgeordnete oder ein Wahlkreisabgeordneter gewählt, die oder der per Direktmandat in den Bundestag einzieht. Die Erststimme wird auf dem Wahlzettel auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt. Die Zweitstimme entscheidet so über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag – also darüber, wie viele Sitze einer Partei zustehen. Die Zweitstimme wird auf dem Wahlzettel auf der rechten Stimmzettelhälfte eingetragen.

Zu welchem Wahlkreis gehört Wassenberg?

Wassenberg gehört zum Wahlkreis 89, der den gesamten Kreis Heinsberg umfasst. Dazu gehören neben der Stadt Heinsberg auch die Städte Erkelenz, Geilenkirchen, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Wassenberg, Wegberg und die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht. Der Wahlkreis 89 ist der am westlichsten gelegene Wahlkreis in Deutschland.

Wer stellt sich im Wahlkreis 89 zur Wahl?

Wilfried Oellers (CDU): Die CDU-Basis im Kreis Heinsberg hat Wilfried Oellers erneut zum Kandidaten für die Bundestagswahl bestimmt. Oellers ist bereits seit 2013 das Gesicht der Christdemokraten des Kreises Heinsberg im Bundestag. Oellers wurde am 16. September 1975 in Mönchengladbach geboren und lebt seitdem in Heinsberg. In seiner Jugend besuchte er die Gemeinschaftsgrundschule Randerath-Porselen und anschließend die Realschule Oberbruch. Nach dem Abitur am Cusanus-Gymnasium Erkelenz leistete er Zivildienst bei der Evangelischen Kirchengemeinde Heinsberg, ehe er in Köln Rechtswissenschaften studierte. Seit dem Abschluss des Referendardienstes am Landgericht Aachen ist er in einer Heinsberger Anwaltskanzlei als Fachanwalt für Arbeitsrecht tätig.

Norbert Spinrath (SPD): Der 63-Jährige gehörte dem Bundestag bereits von 2013 bis 2017 an und war seinerzeit europapolitischer Sprecher seiner Fraktion. 1974 verlies Spinrath das Hugo-Junkers-Gymnasium in Rheydt mit der Mittleren Reife, um in Linnich eine Ausbildung zum Polizeibeamten zu absolvieren. Nach der Ausbildung arbeitete er zunächst als Streifenpolizist, ab 1981 studierte er zusätzlich an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Duisburg. Nach dem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt wurde er 1984 zum Polizeikommissar ernannt. 1987 wechselte Spinrath in die Personalrat-Freistellung – zunächst beim Polizeipräsidium Mönchengladbach und später bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Von 2001 bis 2005 war er bei der EU in Brüssel tätig, von 2005 bis 2010 arbeitete er im NRW-Innenministerium. Von 2010 bis 2013 war er in der Europaabteilung der Staatskanzlei NRW tätig. Der SPD gehört Spinrath seit 1988 an.

Dignanllely Meurer (Bündnis 90/Die Grünen): Die Grünen im Kreis Heinsberg gehen mit Dignanllely Meurer als Direktkandidatin in den Bundestagswahlkampf. Meurer ist seit 2012 Mitglied der Grünen, seit 2016 vertritt sie die Partei im Erkelenzer Rat, seit 2019 ist sie Sprecherin des Ortsverbands. Bei der Kommunalwahl 2020 holte sie mit den Erkelenzer Grünen mehr als 27 Prozent der Stimmen, was die Fraktion zur zweitstärksten Kraft im Stadtrat macht. Die 30-Jährige stammt aus Granterath. Sie hat in Venlo Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet als Personalerin für ein Aachener Unternehmen.

Alexander Dorner (FDP): Der 26-jährige IT-Spezialist Alexander Dorner geht für die FDP im Kreis Heinsberg als Direktkandidat in den Bundestagswahlkampf. Dorner lebt in Geilenkirchen und ist als Oberstleutnant bei der Bundeswehr tätig.

Hermann Navel (AfD): Die Alternative für Deutschland im Kreis Heinsberg hat Hermann Navel als Direktkandidaten für die Bundestagswahl im September aufgestellt. Navel war bereits bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 als Kandidat im Kreis Heinsberg angetreten.

Rüdiger Birmann (Linke): Der gebürtige Franke Rüdiger Birmann lebt seit 2007 in Wegberg. Er ist dort als Kreisgeschäftsführer in die Fraktionsarbeit involviert und seit zwei Jahren Mitglied im Kreisvorstand der Linken. Bei den Kommunalwahlen 2020 war der 50-Jährige in Wegberg als Bürgermeisterkandidat angetreten.

Mark Benecke (Die Partei): Der Kriminalbiologe Mark Benecke tritt für die Satire-Partei „Die Partei“ als Bundestagskandidat in Heinsberg an. Für Benecke wird der Bundestagswahlkampf nicht das erste politische Kräftemessen. Im NRW-Landtagswahlkampf 2010 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei für das Amt des Ministerpräsidenten an. Auch bei der vorgezogenen Landtagswahl 2012 stand er auf Listenplatz eins. Bei der Bundestagswahl 2013 fungierte Benecke erneut als NRW-Spitzenkandidat für „Die Partei“.

Hans-Peter Weiland (Freie Wähler): Hans-Peter Weiland ist 62 Jahre alt, arbeitet als pädagogische Fachkraft und lebt in Heinsberg. Er versteht sich als „Sprachrohr für die Bürger im Kreis Heinsberg, offen und respektvoll den Menschen gegenüber.“

Michael Aggelidis (Die Basis): Aggelidis kandidierte bei der Bundestagswahl 2013 noch als Direktkandidat für Die Linke im Kreis Düren. Zur Bundestagswahl 2021 kandidiert Aggelidis auf Platz 10 der Landesliste der Partei dieBasis und als Direktkandidat im Wahlkreis Heinsberg.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in Wassenberg bei der Bundestagswahl 2017?

Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Wahlbeteiligung in Wassenberg bei 75,41 Prozent.

Wie haben die Kandidaten und Parteien in Wassenberg 2017 abgeschnitten?

Die Erststimmen-Anteile verteilten sich wie folgt:

  • Wilfried Oellers (CDU): 43,18 Prozent
  • Norbert Spinrath (SPD): 28,78 Prozent
  • Christoph Stolzenberger (Bündnis 90/Die Grünen): 4,99 Prozent
  • Wolfram Steinhage (Die Linke): 5,51 Prozent
  • Dr. Klaus Jürgen Wagner (FDP): 6,59 Prozent
  • Hermann Navel (AfD): 8,99 Prozent
  • Kai Boxberg (Piraten): 1,06 Prozent
  • Sascha Mattern (Freie Wähler): 0,91 Prozent

Die Zweitstimmen verteilten sich wie folgt auf die Parteien:

  • CDU: 37,39 Prozent
  • SPD: 25,87 Prozent
  • Bündnis 90/Die Grünen: 5,24 Prozent
  • Die Linke: 6,72 Prozent
  • FDP: 11,75 Prozent
  • AfD: 9,33 Prozent
  • Piraten: 0,45 Prozent
  • Freie Wähler: 0,41 Prozent
  • Sonstige: 2,86 Prozent

Wann sind die Wahllokale in Wassenberg geöffnet?

Die Wahllokale sind am 26. September 2021 von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

In welchem Wahllokal muss ich wählen?

Die Adresse des Wahllokals, in dem Sie Ihre Stimme am Wahlsonntag abgeben können, finden Sie auf der Wahlbenachrichtigung, die Ihnen etwa vier Wochen vor der Wahl postalisch zugestellt wird.

Ich habe meine Wahlbenachrichtigung verloren. Was nun?

Wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung verloren haben, können Sie trotzdem wählen. Sie können dazu einfach am Wahltag in Ihr Wahllokal gehen und sich dort mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass ausweisen.

Sollten Sie auch die Adresse des Wahllokals vergessen haben, erkundigen Sie sich am besten im Wahlamt nach der korrekten Adresse.

Sollten Sie gar keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, stehen Sie möglicherweise nicht im Wählerverzeichnis. Auch in diesem Fall sollten Sie sich rechtzeitig an das Wahlamt wenden.

Wie und wo kann ich Briefwahl beantragen?

Wer per Briefwahl wählen möchte, braucht dazu einen Wahlschein. Diesen können Sie bei der Gemeinde Ihres Hauptwohnsitzes persönlich oder schriftlich beantragen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein entsprechender Antragsvordruck. Sollten Sie bereits früher wissen, dass Sie per Briefwahl wählen möchten, können sie den Antrag auch stellen, bevor Ihnen die Wahlbenachrichtigung zugestellt wurde. Dazu müssen Sie die folgenden Angaben machen:

  • Familienname
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift

Der Wahlschein kann bis spätestens um 18 Uhr am Freitag vor dem Wahltag beantragt werden.

Wer zahlt bei der Briefwahl das Porto?

Wenn Sie per Briefwahl wählen, müssen Sie Ihren Wahlbrief innerhalb von Deutschland nicht frankieren.

(nile)