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DRK-Aktion: Brotdosen für i-Dötzchen, weil Frühstück wichtig ist

DRK-Aktion : Brotdosen für i-Dötzchen, weil Frühstück wichtig ist

Da staunten die Schulneulinge der drei ersten Klassen der Gemeinschaftsgrundschule „An der Burg“: Zur Frühstückspause statteten ihnen Julie Ilner und Nicole Drießen vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Heinsberg mit Ulrike Minkenberg einen Besuch ab.

Die drei brachten den Mädchen und Jungen je eine gefüllte Brotdose im Stoffbeutel mit. Eine erstmalige Initiative, mit der sie verdeutlichen wollten, wie wichtig ein gutes, vollwertiges Frühstück für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Kinder ist.

Karotte, Apfel und Co.

Ulrike Minkenberg, die als freiwillige Helferin die Aktion mit Julie Ilner vom Hückelhovener Kristallisationspunkt (KAI) auf den Weg gebracht hatte, zeigte den neugierigen Schülern den Inhalt der Boxen: Karotte, Tomaten, Müsliriegel und Apfel befanden sich ebenso darin wie ein Anhänger für den Tornister, Aufkleber, Block und Infozettel. Im Rahmen des Projektes „Brückenbauer“ waren die Taschen vom DRK-Landesverband befüllt worden.

Hintergrund dabei ist, dass in Deutschland 20 bis 30 Prozent der Schulkinder ohne Frühstück in die Schule kommen. Ebenso möchten die Initiatorinnen, dass die Kinder den Wert einer gesunden Ernährung schätzen lernen. Und die Eltern werden daran erinnert, täglich Dosen mit gesunden Produkten zu bestücken. Die Besucherinnen nutzten auch die Zeit in der Schule, das Deutsche Rote Kreuz und einige seiner Aufgaben vorzustellen.

So sind Helfer des Katastrophenschutzes etwa bei Hochwasser zur Stelle und pumpen Keller aus, erfuhren die jungen Zuhörer. Blutspenden helfen Menschen, die im Krankenhaus liegen. Und die Erste Hilfe ist in Notfallsituationen wichtig.

Ein Junge wiederum hatte bereits mit seinen Eltern Veranstaltungen im Hückelhovener KAI besucht und ein Mädchen bei einem zum Schein verletzten Verwandten selber Arzt gespielt.

Box statt Plastik

Über die geschenkten Taschen freuten sich die Erstklässler sehr und sahen sich deren Inhalt genau an. „Es ist eine tolle Aktion, weil manche Kinder keine Brotdose haben“, merkte Konrektorin Stefanie Buchkremer anerkennend an. So bringen einige ihre Brote in Plastiktüten gepackt mit und schmeißen diese anschließend weg. Oder manche frühstückten morgens gar nicht. „Die Boxen zeigen den Eltern auch, dass ein gutes Frühstück wichtig ist“, meinte sie.

Über die Brotbox-Aktion hinaus würden die Mitarbeiterinnen des DRK gerne an der Grundschule einen Schulsanitätsdienst etablieren — ein entsprechendes Gespräch mit der Schulleitung stand bevor. Zunächst einmal sollen aber in der Erkelenzer Franziskus-Grundschule erste Erfahrungen gesammelt werden — an Grundschulen gibt es Sanitätsdienste nämlich bisher nicht, wohingegen sie an den weiterführenden Schulen im Kreis Heinsberg erfolgreich etabliert sind.

Informationen zur Arbeit des KAIs gibt es bei Julie Ilner, telefonisch unter 02431/802332 oder per E-Mail an j.ilner@gmail.com. Fragen zum Schulsanitätsdienst beantwortet Nicole Drießen unter der 02431/802129 oder per E-Mail an n.driessen@drk-heinsberg.de.