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Erkelenz: „Brockes-Passion“ von Stölzel am Karfreitag in St. Lambertus

Erkelenz : „Brockes-Passion“ von Stölzel am Karfreitag in St. Lambertus

In der Kirche St. Lambertus wird am Karfreitag, 30. März, um 19 Uhr die selten zu hörende „Brockes-Passion“ von Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749) aufgeführt.

Der Sachse Gottfried Heinrich Stölzel (1690 bis 1749) wurde im Erzgebirge geboren. Er war einer der produktivsten Komponisten seiner Zeit. Neben Orchester- und Kammermusikstücken schrieb er nicht weniger als 18 musikdramatische Werke, mehrere Oratorien und Messen, 12 komplette Kantatenjahrgänge, weltliche Kantaten und mindestens 7 Passionen, darunter die „Brockes-Passion“ von 1725.

Diese ist das umfangreichste und wohl auch bedeutendste Werk, dass von ihm überliefert ist. Stölzel nutzte für seine Vertonung die Dichtung „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ des Hamburger Dichters Barthold Heinrich Brockes (1680-1747), die in freier Dichtung und in kunstvollen sprachlichen Figuren das Passionsgeschehen emotional nachvollziehen lässt, dabei aber nicht dem Wortlaut der Bibel folgt. Die Textvorlage wurde von den größten Komponisten der Zeit, darunter Händel, Telemann und Keiser, vertont.

In Erkelenz erklingt die „Brockes-Passion“ auf den Tag genau am 30. März nach 293 Jahren in der Gestalt, wie sie Stölzel selbst aufgeführt hat, mit Solistenensemble und Soloinstrumenten. Die Ausführenden sind: Susan Kuhlen, Christine Léa Meier (Sopran), Angela Froemer, Uta Christina Georg (Alt), Martin Logar, Vladimir Tarasov (Tenor), Manfred Bühl, Stefan Hagendorn (Bass), Philharmonie Düsseldorf. Die Leitung hat Kantor Stefan Emanuel Knauer.

Karten sind ab sofort zu 15 Euro, ermäßigt 12 Euro im Pfarramt Christkönig, in den Buchhandlungen Wild und Viehausen und an der Abendkasse erhältlich.