Brachelen: Naturseebad Kapbusch wird modernisiert

Freibadpläne : Naturseebad Kapbusch wird modernisiert

Das Freibad Kapbusch zwischen Hilfarth und Brachelen soll moderner und barrierefrei werden. Damit reagiert die Stadt auf vermehrte Beschwerden der Gäste. Zusammen mit einem Investor wurden schon Pläne geschmiedet.

Das Freibad Kapbusch zwischen Hilfarth und Brachelen wird seit 1977 als Bade- und Erholungsort genutzt. Die vorhandenen Umkleide- und Sanitärräume stammen aus den 1970er Jahren, wurden allerdings zwischenzeitlich aufgemöbelt. Die Räume entsprechen allerdings nicht mehr den Ansprüchen an ein modernes Freibad, was sich in vermehrten Beschwerden der Gäste zeigt. Die Stadt reagiert jetzt darauf und plant die Renovierung der Freizeiteinrichtung.

Dem Projekt „Aloha Beach“ steht nun nichts mehr im Wege: Der Hückelhovener Stadtrat hat grünes Licht für den Bau einer neuen  Gastronomie im Freibad gegeben. Bauherr ist die „Arena Gastronomie GmbH“ aus Kleingladbach. Die hat dem Projekt den klingenden Namen gegeben. „Unsere Gebäude im Freibad Kapbusch sind in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr dem allgemein gültigen Standard“, sagt Beigeordneter Dr. Achim Ortmanns. Deshalb sollen mit dem geplanten Neubau der Gastronomie die Duschen, die Toiletten, die Umkleidekabinen sowie die Kassen und der Sozialraum für den Bademeister rundum erneuert werden. Die jetzt dort stehenden Gebäude sollen dann in  den kommenden Jahren abgerissen werden. Dabei will man so planen, dass das Bad künftig barrierefrei zu erreichen ist.

Der bisherige Kassenbereich kann aufgrund von neuen Vorgaben des Arbeitsschutzes in dieser Form – lediglich ein Tisch, allerdings mit Sonnenschirm – so nicht mehr weiter genutzt werden. Zudem entspricht auch die derzeitige Verpflegungssituation in Form einer einfachen Imbissbude mit nur wenigen Sitzmöglichkeiten nicht mehr den Ansprüchen der Badegäste.

Wegen des seit Jahren bestehenden Trends hin zu Eventunterhaltung und hochwertiger Gastronomie hat die Verwaltung eingesehen, dass die derzeitige Gebäudesituation nicht mehr den Ansprüchen der Badegäste entspricht. An den Badeseen im Umkreis, wie beispielsweise Wachtendonk, Roermond, Effeld und Eschweiler sind diese Ansprüche an Gebäude, Gastronomie und Unterhaltung in den letzten Jahren bereits umgesetzt worden: Sie weisen alle großräumige und hochwertige gastronomische Betriebe in unmittelbarer Seelage sowie moderne Sanitäranlagen auf. Teilweise sind dort noch weitere Elemente wie Aquapark oder Wasserski untergebracht, die von den Gästen gut angenommen werden.

Auf ökologisch verträgliche, finanziell angemessene und baulich sinnvolle Weise sollen jetzt mit Hilfe des Investors eine neue Gastronomie, neue Umkleiden, Duschen und WCs sowie ein neuer Kassenraum im Freibad entstehen.

Für den Badebetrieb soll sich der Neubau so auswirken: Der bisherige Kassenbereich und der Fahrradstellplatz an der Straße werden aufgelöst. Dort soll ein neuer barrierefreier Eingangsbereich gestaltet werden. Eventuell soll dazu auch ein Teil des Gebäudes am Eingang zurückgebaut werden, was noch mit dem Investor zu klären ist. Am Bereich zur Straße hin sollen zudem Motorrad- und Behindertenparkplätze eingerichtet werden.

Vom bisherigen Eingangsbereich wird ein neuer Zuweg mit Pflastersteinen zum neuen Eingangsbereich unmittelbar am neuen Gebäude angelegt. Über diesen Weg können die Gäste den weiter in das Gelände hinein verlegten Kassenbereich erreichen. Links neben dem neuen Pflasterweg, kurz vor dem neuen Gebäude, wird ein neuer Fahrradstellplatz angelegt. Rechts neben dem neuen Pflasterweg wird ein Zaun zur Sicherung des Freibadgeländes errichtet.

Durch diesen neuen Zaun wird der Freibadbereich insgesamt etwas verkleinert, da der Teil links des Weges wegfällt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Freibadbereich insgesamt ausreichend groß bemessen ist. Insbesondere im hinteren Liegebereich findet sich noch großzügig Platz für die Gäste. Um diesen Liegebereich dann auch besser nutzen zu können, sollen dort im kommenden Jahr zudem rund zehn Bäume als Schattenspender für die Badegäste angepflanzt werden.

Die Kasse für die Freibadgäste wird in den neuen Gebäudeteil, der Eigentum der Stadt wird, integriert. Dieser neue Kassenraum wird gleichzeitig als Personal- und Sanitätsraum genutzt. Zusätzlich soll dort eine Liege für Notfälle aufgebaut werden.

Die bisherigen Toilettenanlagen auf der rechten Seite des Geländes sollen zunächst weiter vorgehalten werden. Falls die WC-Kapazitäten im neuen Gebäudeteil ausreichend für die erwartet höhere Besucherzahl sein sollten, soll diese im Verlauf der nächsten Jahre als Lager für das Freibad genutzt werden.

Auch der Kiosk auf dem Freibadgelände soll zunächst in der gewohnten Art und Weise betrieben werden. Über eine dauerhafte, langfristige Weiternutzung des Kiosks soll dann nach den Erfahrungen der ersten Zeit, nach der Eröffnung der neuen Gastronomie, in Absprache mit dem Investor entschieden werden. Maßgeblich für diese Entscheidung wird die Frage sein, ob die neue Gastronomie und der bisherige Kiosk gleichzeitig wirtschaftlich betrieben werden können, was natürlich von der zukünftigen Anzahl der Freibadgäste abhängt. Sollte ein wirtschaftlicher Betrieb des Kiosks und der neuen Gastronomie gleichzeitig an besucherschwachen Tagen oder auch insgesamt nicht möglich sein, so hat der Investor sicherzustellen, dass die Freibadgäste auch weiterhin das niedrigere Preisniveau des Kiosk in Anspruch nehmen können.

Die Aufsicht über das Freibad soll unverändert von dem bisherigen, für den Blick auf den See günstig gelegenen Standort etwa an der Seemitte erfolgen. Schließlich wird es am neuen Gebäude noch zwei Außenduschen geben, die  einen schnellen Duschvorgang nach der Nutzung des Natursees ermöglichen.