Hückelhoven: Bläck Fööss zu Gast in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven

Hückelhoven : Bläck Fööss zu Gast in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven

Die Stadt Köln und die alte Zechenstadt Hückelhoven scheinen eine ganz besondere Verbindung zu haben. Denn immer, wenn Künstler der Domstadt zu Gast sind, steht ein fulminanter Abend bevor. So auch diesmal, als die urkölsche Musikgruppe Bläck Fööss in der Aula des Gymnasiums zu Gast war.

Seit 1970 existiert die Band und ist mittlerweile in der ganzen Republik bekannt. Zu Beginn des Jahres 2017 traten die langjährigen Mitglieder Kafi Biermann und Peter Schütten zurück und machten Platz für neue Gesichter. Die bekam auch das Hückelhovener Publikum zu sehen, in Person von Mirko Bäumer als Sänger und Pit Hupperten an der Gitarre.

Der Gitarrist berichtete von seiner ersten Session vor kurzem und wie aufgeregt er gewesen sei. Trotz aller Bedenken habe er sich letztendlich dazu entschieden, es einfach zu machen und vielleicht auch ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Passend dazu spielten die Fööss auch das Lied „Lommer nit mi lommer sache“, das davon handelt, endlich mal seine Träume in die Tat umzusetzen.

Kleine Geschichten

Wer gedacht hatte, dass der Abend mit den unzähligen Auftritten im Kölner Karneval gleichzusetzen war, der sah sich getäuscht. Die Band zeigte eine unglaubliche Vielfalt an Rhythmen und Songs. Von melancholisch bis freudentaumelnd war alles dabei. Und das Besondere war, dass es zu jedem Lied eine kleine Geschichte gab.

So erzählte Hartmut Priess, Band-Urgestein, den Zuschauern von einem Kriegsdenkmal in Köln, auf dem ein Adler sitze. „Der Adler war ja das Symbol für die deutschen Armeen“, erklärte er. „Und der Adler, bezeichnend für Krieg und Schrecken, sitzt da so friedlich, da haben wir uns gedacht, es wäre schön, wenn das so bleiben würde und er für immer so sitzen bliebe“, fügte er hinzu. Das Lied mit dem gleichnamigen Titel durfte im Anschluss natürlich nicht fehlen.

Das Repertoire an lohnenden Gedanken der Fööss reichte von den Verkehrsproblemen der Stadt Köln über den Fastelovend, der neuerdings auch im Sommer stattfindet, bis hin zum ehemaligen Millowitsch-Theater. Und immer gab es ein Lied dazu.

Natürlich durfte bei so viel Neuem auch das alte Bekannte nicht fehlen. Schon in der ersten Hälfte war mit dem Lied „Stammbaum“ der erste Höhepunkt des Abends erreicht, und keinen hielt es mehr auf den Sitzen. Auch das große Finale mit dem Klassiker „Stadt“ war an Begeisterung nicht mehr zu überbieten.

Die besondere Beziehung zwischen den kölschen Tönen und der Lebensart hier in der Region war damit wieder um ein Kapitel reicher.

(rie)