Hückelhoven/Wassenberg-Birgelen: Birgelener Orchester garniert Winterkonzert mit Schmankerln

Hückelhoven/Wassenberg-Birgelen: Birgelener Orchester garniert Winterkonzert mit Schmankerln

Das Winterkonzert des Musikvereins Eintracht Birgelen hat eine lange Traditon und viele treue Fans, die die Aula des Gymnasiums in Hückelhoven wieder zur imposanten Kulisse füllten.

Im Jubiläumsjahr zum 90-jährigen Bestehen des Musikvereins wartete das Orchester unter Leitung seines Dirigenten Jan van Hulten im Programmablauf mit einigen Besonderheiten auf. Als einen Höhepunkt erlebten die Gäste eine Lasershow, in der Töne und Licht zu einer Einheit verschmolzen.

Unter Leitung von Michael Dilsen begann das Jugendorchester einen begeisternden Konzertabend. „Unser erster Beitrag ,Game of Thrones‘ von Ramin Djawadi handelt vom Kampf der Könige um einen Thron, und mit ,Let it go‘ von Robert Lopez aus dem Film ,Die Eiskönigin‘ wird die Geschichte von zwei Schwestern wiedergegeben“, ließen Anna Kämpfer und Julian Dilsen in ihren Einführungen das Publikum wissen. Und mit dem Titel „Pützchensonntag“, einer Komposition von Jan van Hulten, präsentierte das Jugendorchester einen Titel, der von der wechselvollen Geschichte der Wallfahrtskapelle musikalisch erzählt. Der Einbezug der Bläserklasse der Grundschule Birgelen war Motivation für die jungen Musiker und Ausdruck für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Ruth Jansen führte mit interessanten Informationen zu jedem Musikbeitrag in ein zweistündiges Konzert des großen Orchesters ein. Der erste Titel „Old and New“, ein Marsch von Alfred Reed, gebe auch das Motto des Abend wieder, erfuhren die Zuhörer von Ruth Jansen. Mit „Kyrill“, einer musikalischen Erzählung zum Jahrhundertsturm vor einigen Jahren, belegte das Orchester seine musikalische Qualität. Überzeugend die Passage des Abebbens des Sturms, fein dosiert mit den Pauken gespielt. Die große Bandbreite ihres Repertoires demonstrierten die Musiker auch mit dem Titelsong „The Feather Song“ von Alan Silvestri aus dem Film „Forrest Gump“, in dem Holz und Blech bestens miteinander harmonierten.

Mit den nächsten beiden Musikbeiträgen erfolgte ein Höhepunkt nach dem anderen. Zunächst glänzte Anke Deckers mit ihrem Solo auf dem Vibraphone bei „A Tribut to Lionel“ und erhielt für ihre Leistung den verdienten Extraapplaus. Dann folgte mit „Festive Dance from Faust“ von Charles Gounod eine Premiere für das Publikum. In Zusammenarbeit mit Michael Ramjoué aus Hückelhoven, der mit seiner Lasershow die Musik des Orchesters mit Laserlicht Ton für Ton fusionierte, erlebten Gäste wie Musiker einen Genuss der Sinne.

Mit „Atlantis“ von Alexander Reuber setzte das Orchester mit der musikalischen Umsetzung des Untergangs von Atlantis das Programm fort. Die feinfühlig gespielten ruhigen Passagen verschafften den Zuhörern die Illusion einer mystischen Welt, die vor dem geistigen Auge erhabene Landschaften und Städte auftauchen ließ. Dass die Musiker um ihren Dirigenten van Hulten auch modernes, jazziges und funkiges Repertoire beherrschten, demonstrierte das Orchester mit „Basiguriolo“ von Chen Quian. Als Gastmusiker glänzte Thomas Lindt dabei mit seinem Posaunen-Solo. Mit „Stockholm Waterfestival“ von Liugi di Ghisallo nahm das Orchester sein Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Stockholm.

Und mit dem letzten Titel „Dublin Pictures“ von Marc Jeanbourquin endete ein Abend voller Musikgenuss.

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