Selfkant-Saeffelen: „BienenEinMalEins“: Schüler und Schülerinnen als Bienenretter im Einsatz

Selfkant-Saeffelen : „BienenEinMalEins“: Schüler und Schülerinnen als Bienenretter im Einsatz

In der Kinderserie „Biene Maja“ erleben die kleine Biene Maja und ihr Freund Willi viele Abenteuer und leben in einer schönen Welt. In Wirklichkeit aber sind Insekten in der Natur bedroht. Das hat auch weitreichende Folgen für unser gesamtes Ökosystem.

Die Westzipfelschule im Selfkantland mit ihren Standorten in Schalbruch, Saeffelen und in Kooperation auch die Astrid-Lindgren-Schule in Süsterseel nehmen den Naturschutz ernst. Schulleiterin Andrea Reh von der Westzipfelschule und das Lehrerteam nahmen eine Idee von Anita Roob, die sehr aktiv im Imkerverein Selfkant ist, auf. Gemeinsam wurde ein Bienenprojekt mit einer besonderen Herausforderung ins Leben gerufen: das Bienensterben stoppen.

Die Bienen sind derzeit sehr bedroht, sie sind aber sehr wichtig für das menschliche Leben. Ohne Bienen gäbe es laut Statistiken ein Drittel weniger Lebensmittel auf der Erde. Bienen produzieren nicht nur Honig, viel wichtiger ist, dass sie die Blüten bestäuben, damit diese später Früchte tragen. Einige Experten sagen, dass das menschliche Leben ohne Bienen deutlich verkürzt werde. Die Schülerinnen und Schüler möchten mit ihrem Bienenprojekt ein Zeichen setzen und etwas zum Naturschutz beitragen.

In Schalbruch wurden die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule Süsterseel begrüßt, hier startete Yvonne Wartenberg, ebenfalls aktiv im Imkerverein Selfkant, das Projekt. In Saeffelen gab Anita Roob Bienenunterricht. „Für uns war es besonders wichtig, den Kindern die Angst vor Bienen und Insekten zu nehmen“, sagte Anita Roob zum Auftakt. Den Kindern wurden die Unterschiede zwischen Honigbienen, Wespen und Hummeln anhand von Schautafeln erklärt. Beide Naturschutzexpertinnen gaben den Kids einen ganz wichtigen Rat: „Bitte die Bienen nicht ärgern und schlagen.“

Projekt gegen Bienensterben

Andrea Reh, Schulleiterin der Westzipfelschule, sagte: „Als Schule fühlen wir uns auch dem aktiven Naturschutz verpflichtet und beabsichtigen, ein Projekt gegen das Bienensterben durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler möchten die Menschen im Selfkant dazu motivieren, einen Quadratmeter ihres Grundstückes zur Verfügung zu stellen, um dort Blumen für Bienen auszusäen und neuen Lebensraum für Bienen und Insekten zu schaffen.“

Die Kinder erhielten am ersten Projekttag ihre „Bienenretter-Tüten“, versehen mit Samentütchen, Flyern, Stiften und einem Bienenretter-Button. Dann gingen sie in ihrer Freizeit von Haustür zu Haustür und versuchten die Einwohner zu motivieren.

In den Schulen wird dieses Projekt in den nächsten Wochen noch weiter Thema sein. Die Kinder waren bislang sehr aktiv. Es wurden auch Bienen- und Insektenhotels gebastelt. Am Ende der ersten Projektwoche wurde den Kindern dann noch ein Film der Kreissparkasse zum Bienenprojekt „EinMalEins“ gezeigt.

Viele Sponsoren unterstützen dieses Projekt der Westzipfelschule in Kooperation mit der Astrid-Lindgren-Schule. Das Ziel soll sein, den wichtigen Naturschutz auch im Selfkant aufrecht zu erhalten.

(agsb)
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