Prozession: Betend die schöne Landschaft des Selfkants erwandern

Prozession : Betend die schöne Landschaft des Selfkants erwandern

Rund 30 Kilometer in fast zehn Stunden können die Gläubigen unterwegs sein, die den kompletten 41. Bittgang der Selfkantpfarreien am Passionssonntag, 7. April, mitgehen. Es ist aber auch möglich, nur einige Stationen mitzumachen.

Bittprozessionen sind fast so alt wie das Christentum und es gibt sie in allen Religionen. Früher wurde meist für die Abwendungen von Unwettern, Missernten oder Naturkatastrophen gebeten und heute bezeugen sie den Glauben an Gott und an die Macht des Gebets. Der diesjährige Bittgang im Selfkant steht unter dem Leitwort „Ave Maria – Lasst uns für die Erneuerung des Glaubens in unserem Bistum Aachen besonders beten!“, teilt das Bittgangsteam St. Servatius Selfkant mit. In jeder Kirche des Pfarrverbandes St. Servatius Selfkant wird etwa 15 Minuten Pause gemacht, um gemeinsam Andacht zu halten und sich für die folgende Etappe zu stärken. Auf den jeweiligen Etappen wird der schöne Selfkant mal mit Gebet, mal mit Gesang, mal schweigend gemeinsam durchwandert Es geht um die persönliche Begegnung mit Gott und untereinander.

Alle Interessierten, die den Bittgang nicht mitgehen können, sind herzlich eingeladen, sich zu den angegebenen Zeiten mit den Pilgern in den jeweiligen Pfarrkirchen zum gemeinsamen Gebet und Gesang zu treffen.

Das Frühstück findet im Schützenhaus Millen statt. Kaffee wird dort kostenlos gereicht, ansonsten ist Selbstverpflegung angesagt. In der Mittagspause im Pfarrheim Havert wird eine warme Suppe (zwei Suppen stehen zur Wahl) mit Brot und Apfel zum Selbstkostenpreis von sechs Euro gereicht. Dieses Entgelt deckt auch die Verpflegung für die Kaffeepause am Nachmittag im Pfarrheim Süsterseel mit ab.

Für Fußkranke steht ein Begleitfahrzeug bereit, das auch das Wandergepäck (Schuhe, Jacken, Regenzeug) mitnehmen kann. Wer sich den ganzen Weg nicht zutraut, ist herzlich eingeladen, nur einzelne Wegstücke mitzugehen.

Während des Bittganges geht in jeder Kirche eine Sammelbüchse rund. Es kann jeder Pilger, soweit er dies nicht schon an einer Station getan hat, durch seinen freiwilligen Obolus zur Deckung der Gesamtkosten des Bittganges beitragen.

Start ist um 8 Uhr mit einer Andacht in der Pfarrkirche St. Severinus Wehr, um 8.15 Uhr geht es weiter nach Tüddern zur Andacht um 8.45 Uhr und von hier aus weiter ab 9 Uhr nach Millen.

Der weitere Terminplan sieht wie folgt aus: Millen: 9.30 Uhr Andacht, 9.45 Uhr Kaffeepause, 10.15 Uhr Abgang; Isenbruch: 10.45 Uhr Andacht, 11 Uhr Abgang; Schalbruch: 11.30 Uhr Andacht, 11.45 Uhr Abgang; Havert: 12.15 Uhr Mittagspause, 13 Uhr Andacht, 13.15 Uhr Abgang; Saeffelen: 14.15 Uhr, Andacht, 14.30 Uhr, Abgang; Höngen: 15 Uhr, Andacht, 15.15 Uhr, Abgang; Süsterseel: 16.15 Uhr, Andacht, 16.30 Uhr, Kaffeepause, 17 Uhr, Abgang; Hillensberg: 17.30 Uhr Andacht 17.45 Uhr, Abgang. Die abschließende Eucharistiefeier findet gegen 18.30 Uhr wieder in der Pfarrkirche Wehr statt.

Die Gesamtstrecke beträgt rund 30 Kilometer. Je nach Witterung ist mit kleinen Zeitverschiebungen zu rechnen. Alle Interessierten sind eingeladen mitzugehen. Neueinsteiger sind ebenso willkommen wie auch Pilger aus den benachbarten Gemeinschaften der Gemeinden im Bistum Aachen.

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