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Waldfriedhof in Wassenberg: Bestattungen bald auch im Baumurnengrab möglich

Waldfriedhof in Wassenberg : Bestattungen bald auch im Baumurnengrab möglich

Die Stadt Wassenberg führt eine neue Bestattungsform ein. Auf dem Waldfriedhof wird ein Areal für Baumurnengräber reserviert.

Eine alternative Bestattungsform wird künftig in Wassenberg angeboten. Sogenannte Baumurnengräber sollen auf einem gesonderten Grabfeld auf dem Waldfriedhof angelegt werden. Das Konzept soll in einer mehrjährigen Testphase erprobt werden.

Auf dem Grabfeld sollen biologisch abbaubare Urnen kreisförmig in einem Radius von einem Meter um Bäume herum in der Erde bestattet werden, sagte Kämmerer Willibert Darius dazu im Haupt- und Finanzausschuss. Insgesamt entstehe mit den Bäumen, anderen Grünpflanzen wie Farnen, Hackschnitzelwegen und einer neu angepflanzten Hecke ein naturnahes Bestattungsfeld. Zudem sollen an einem Baumstamm Namensschilder für die Bestatteten angebracht werden.

Die Gebühr für die Nutzung eines Baumurnengrabes soll bei 683 Euro liegen und damit genauso hoch sein wie für ein Wiesenurnenreihengrab. Zum Vergleich: Eine Reihengrabstätte kostet 774 Euro, eine einstelliges Wahlgrab in Wunschlage kostet 1807 Euro und eine Urnenkammer im Kolumbarium für eine Urne kostet 2120 Euro.

Der gesamte Ausschuss stimmte der Friedhofssatzung zu, in der die neue Bestattungsform der Baumurnengräber aufgeführt ist. CDU und Grüne begrüßten die Einführung ausdrücklich. CDU-Fraktionsvorsitzender Rainer Peters ist zufrieden, dass die Stadt diesen Vorstoß gewagt hat – auch weil es bereits Bestrebungen eines Investors gab, in Wassenberg einen Friedwald anzulegen, um mit dessen Betrieb Gewinn zu erzielen. Eine solche Aufgabe, so war Peters zu verstehen, sei bei der öffentlichen Hand besser aufgehoben.