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Ukraine-Krieg: Bereits 850 Flüchtlinge in der ZUE Wegberg angekommen

Ukraine-Krieg : Bereits 850 Flüchtlinge in der ZUE Wegberg angekommen

Die Zahl der ukrainischen Geflüchteten in der Zentrale Unterbringungseinrichtung in Wegberg steigt. Dort bereitet man sich auf die Aufnahme weiterer Menschen vor.

Infolge der russischen Invasion in die Ukraine sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Um Kommunen bei der Unterbringung der geflüchteten Ukrainer zu entlasten, hat die Bezirksregierung Köln die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge des Landes Nordrhein-Westfalen im Wegberger Ortsteil Petersholz und die ZUE Bonn zur Verfügung gestellt. Bislang sind in der ZUE Wegberg etwa 850 und in der ZUE Bonn ca. 240 Kriegsflüchtlinge aufgenommen worden. Die Landeseinrichtung Wegberg bereitet sich derzeit auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet vor.

Anfang der Woche wurden innerhalb von zwei Tagen mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der ZUE Wegberg Zelte aufgebaut und die notwendige Infrastruktur wie Küchen und Duschen auf dem Gelände eingerichtet. Insgesamt ist dort nun Platz für 1000 Flüchtlinge.

Die Zelte eigenen sich für die Unterbringung für einen Zeitraum von circa zwei bis drei Wochen. Danach besteht die Möglichkeit einer Umrüstung auf Zelte, die sich für eine Unterbringung für einen maximalen Zeitraum von sechs Monaten eignen.

Die ZUE Wegberg war während des großen Flüchtlingszustroms nach Deutschland am 1. September 2015 zunächst als Notunterkunft in der früheren Britenwohnsiedlung am ehemaligen Flugplatz der Royal Air Force Wildenrath eröffnet worden. Bisher fanden dort Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern eine erste Anlaufstelle. Jetzt ist die Einrichtung schwerpunktmäßig für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine vorgesehen.

Im Regierungsbezirk Köln ist die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine groß. Ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger können visumsfrei nach Deutschland einreisen und dürfen hier wohnen, wo sie möchten. Wer privat eine Wohngelegenheit anbieten möchte, sollte das im besten Fall organisiert und begleitet durch die Kommune vor Ort tun und mit seiner Heimatgemeinde Kontakt aufnehmen.

(red)