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Beschluss: Beratungsstelle für Frauen soll im Kreis Heinsberg erhalten bleiben

Beschluss : Beratungsstelle für Frauen soll im Kreis Heinsberg erhalten bleiben

Die Beratungsstelle für Frauen mit Gewalterfahrung soll auch weiterhin bestehen. Der Fachausschuss des Kreises hat grünes Licht dafür gegeben.

Auch wenn über eine entsprechende Landesförderung noch nicht entschieden ist, soll die Beratungsstelle für Frauen mit Gewalterfahrung auch im kommenden Jahr fortgeführt werden. Das hat der Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Generationenfragen beschlossen. Bestätigt werden muss dieser Beschluss noch von Kreisausschuss und Kreistag.

Der Kreis Heinsberg soll demnach eine Vereinbarung mit dem SKFM Region Heinsberg als Träger der Beratungsstelle in Erkelenz treffen. Die Vereinbarung soll der bisherigen Kreisförderung entsprechen, heißt es in dem Beschluss, „aber Optionen zu deren Anpassung bei eventuell höherer/niedriger Landesförderung enthalten“.

Die bisherige Landesförderung läuft bis Jahresende und sieht zwingend 1,5 Vollzeitstellen vor. Wie die Verwaltung in der Sitzung mitteilte, befindet sich nach Information des zuständigen Ministeriums eine Änderungsrichtlinie, durch welche die aktuell geltende Förderrichtlinie um ein Jahr verlängert werden soll, im Abstimmungsverfahren. Der SKFM habe daher beim LVR eine höchstmögliche Zuwendung für das Jahr 2023 beantragt. Grundsätzlich sei dem Kreis am Fortbestand der Beratungsstelle gelegen.

Eine Option behält sich der Kreis vor, da die Verwaltung darüber informiert hatte, dass eine dem aktuellen Stellenumfang entsprechende Auslastung der Beratung nicht vorliege. Zumindest bestehe ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den dokumentierten Beratungsleistungen und ergänzenden Tätigkeiten wie Netzwerkarbeit oder Kontaktpflege mit Kooperationspartnern. So ist laut Vorlage der Verwaltung die Beratungszeit von 25,7 auf aktuell 32,1 Prozent gestiegen. „Sicherlich ist hier zu beachten, dass sowohl die Anlaufzeit wie auch vielleicht die Pandemie zu einer geringeren Inanspruchnahme der Beratungsleistungen geführt hat“, hieß es dazu.