Beratungsstelle für Erwerbslose der KAB wechselt nach Oberbruch

Ansprechpartner und Vermittler : Beratung für Erwerbslose wechselt nach Oberbruch

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) hat die Zweigstelle ihrer in Geilenkirchen ansässigen Beratungsstelle für Erwerbslose von Erkelenz nach Oberbruch in das Amos-Haus der Integration verlagert.

Grund dafür sei, dass der Bedarf in Oberbruch sehr viel höher sei als in Erkelenz, so KAB-Diözesanvorsitzende Karin Linzenich anlässlich der Eröffnung des Oberbrucher Büros.

Seit Januar 2011 fördert das Land Nordrhein-Westfalen die Beratungsstelle mit Mitteln der EU. Unterstützung kommt zudem vom Katholikenrat der Region Heinsberg und aus dem Solidaritätsfonds für arbeitslose Menschen des Bistums Aachen. Beraten werden die erwerbslosen Menschen von Sozialpädagogin Danuta Dorosz, die ihre Gespräche sowohl in Deutsch als auch in Polnisch anbietet.

Die Beratungsstelle sieht sich als ergänzendes Angebot im Netzwerk der Instrumente von Arbeitsmarkt und Sozialpolitik im Kreis Heinsberg. Die Infrastruktur werde durch diese Beratungsstelle mit einem niedrigschwelligen Angebot optimiert, das zugleich eine Vermittlerrolle in die etablierten Angebote von arbeitsmarktpolitisch aktiven Trägern und Einrichtung wahrnehme, so Linzenich. Der Kontakt zum Jobcenter sei sehr gut, erklärte sie weiter. „Wir wissen, welch gute Arbeit dort geleistet wird. Aber dort ist man auch glücklich, dass es unsere Beratung gibt.“

In der Beratungsstelle helfe Danuta Dorosz betroffenen Menschen zum Beispiel, Bescheide zu prüfen, kläre über rechtliche Möglichkeiten und Pflichten auf, zeige den Menschen berufliche Perspektiven auf und vermittle sie im Bedarfsfall auch an andere soziale Einrichtungen wie zum Beispiel die Schuldnerberatung.

Um den Menschen in Oberbruch die Hemmschwelle zur Beratung zu nehmen, beteilige sich Danuta Dorosz zum Beispiel am Frühstück für die erwerbslosen Menschen bei Amos, betont Johannes Eschweiler. Viele ihrer Gespräche führe sie nicht nur mit erwerbslosen Menschen, sondern auch mit solchen, deren Einkommen nicht auskömmlich sei und die daher auf sogenannte aufstockende Leistungen angewiesen seien, so Dorosz.

Wie Wolfgang Cohnen, Referent für Arbeitslosenarbeit im Bistum Aachen betont, läuft das Förderprogramm der EU Ende 2020 aus. Daher sei es wichtig, kurzfristig über eine Fortsetzung zu entscheiden, die auch er für enorm wichtig hält. Etwa 500 Beratungen führe sie derzeit pro Jahr durch, erklärt Danuta Dorosz. Sie betrachte die Situation eines jeden einzelnen Klienten ganzheitlich, lobt Wolfgang Cohnen ihre Arbeit. „Der Erfolg ist schon da, wo dieser Mensch einen Ansprechpartner hat.“ Und Lutz Braunöhler, Vorsitzender des regionalen Katholikenrats, fügt hinzu, dass dies „gelebte diakonische Pastoral“ sei

„Wenn es diese Stelle hier nicht gäbe, dann hätten viele Menschen hier die Obdachlosigkeit vor sich“, sagt Karin Linzenich.

Geöffnet ist die neue Zweigstelle der KAB-Beratungsstelle für Erwerbslose im Kreis Heinsberg im Amos-Haus der Integration, Boos-Fremery-Straße 7, immer mittwochs von 8.45 bis 12.15 Uhr. Anmeldungen sind möglich in der Hauptstelle in Geilenkirchen unter 02451/9153490, E-Mail erwerbslosenberatung-hs@kab-aachen.de.

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