Benefizkonzert von 3 Männ Sing für das Projekt Schatzsucher

Benefizkonzert : Musikalische Hilfe bei der Schatzsuche

Kinder, die ihre Großeltern, Geschwister oder sogar Eltern verloren haben – leider auch trauriger Alltag im Kreis Heinsberg. Gerade die ganz Kleinen brauchen dann spezielle Hilfe. Die Mitarbeiter der „Schatzsucher“ können oft dann genau so eine Hilfe sein.

Sie gehören zum Wassenberger Hospizdienst Regenbogen und haben dieses Jahr über 75 Kindern mit Rat und einem offenen Ohr zur Seite gestanden. Kindern die Möglichkeit geben, ganz persönlich zu trauern und einen eigenen Weg finden, mit dem Verlust umzugehen. Das haben sich die Schatzsucher zur Aufgabe gemacht.

„Aber dafür brauchen wir natürlich auch Spenden, ohne sie geht es nicht“, erklärte Georg Wiefels, Vorsitzender des ökumenischen Hospitzdienstes Regenbogen. Aus diesem Grund stellt er gemeinsam mit seinen Kollegen jedes Jahr ein Benefizkonzert zu Gunsten des gesamten Hospizes auf die Beine. „Wobei das Geld vor allem bei unseren Schatzsuchern ankommt“, fügte Wiefels hinzu. Das Benefizkonzert 2018 fand in der Kreuzkirche in Wassenberg statt.

„Wir machen uns hier heute einen richtig schönen Abend, einverstanden?“, fragte Stefan Langerbeins, einer der Musiker auf der kleinen Kirchenbühne. Einvernehmliches Kopfnicken, gepaart mit gebannter Vorfreude, kam ihm entgegen. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen Hans Bernd Wallraven und Martin Wallraven stellt er das Trio 3 Männ Sing. Seit mittlerweile zwölf Jahren machen die drei Freunde aus Myhl gemeinsam Musik. „Und endlich hat es auch mal gepasst, dass wir hier bei den Schatzsuchern spielen dürfen“, freute sich Langerbeins.

In der warm erleuchteten Kreuzkirche hatten es die Musiker nicht schwer, das Publikum direkt schon zu Anfang mit in ihre Welt zu nehmen. Spätestens nach dem zweiten Klassiker „In unserem Veedel“ der Bläck Fööss stimmte die gesamte Kreuzkirche mit ein. „Wir haben heute zwar keinen dreckigen Rock’n´Roll für euch dabei, aber ihr dürft trotzdem gespannt sein“, fügten die drei Musiker noch hinzu. Es folgte eine musikalische Reise von Bap über den Klassiker „Halleluja“ von Jeff Buckley bis hin zu Weihnachtsliedern.

Der Abend verflog wie im Nu und er kann wahrlich als gelungen eingestuft werden. Nicht zuletzt, weil sich damit auch im nächsten Jahr die Wassenberger Schatzsucher wieder auf den Weg machen können.

Mehr von Aachener Zeitung