Beim Sturm sogar mit dem Motorrad umgepustet

Feuerwehr im Einsatz : Beim Sturm sogar mit dem Motorrad umgepustet

Starker Wind bescherte der Feuerwehr schon am Wochenende vor dem eigentlichen Fest einige Einsätze. In Hückelhoven wurden die Einsatzkräfte am Freitag gleich zu mehreren sturmbedingten Einsätzen alarmiert. Im Tagesverlauf mussten sieben Einsatzstellen abgearbeitet werden. Doch auch die Gemeinde Gangelt war zum Teil betroffen.

Los ging es um 12.58 Uhr. Auf dem Kaphofweg kam ein Kradfahrer aufgrund des böigen Windes vor einem Kreisverkehr zu Fall. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes versorgten den Kradfahrer und transportierten ihn anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus. Durch die Feuerwehr wurde die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr gesichert. Gegen 13.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Um 13:40 Uhr folgte der nächste Alarm. Im Bereich des Schulzentrums „In der Schlee“ war ein Baum in eine Telefonleitung gefallen. Die alarmierten Kräfte sicherten die Einsatzstelle und beseitigten die Gefahrenstelle mit einer Kettensäge. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Telefonleitung einen Schaden davongetragen hatte, wurde der Telefonbetreiber vorsorglich in Kenntnis gesetzt. In diesem Fall konnte dann gegen 14.30 Uhr der Einsatz beendet werden.

Der nächste Einsatz rief die Einsatzkräfte um 15.03 Uhr auf den Plan. Auf der Jacobastraße war ein

größerer Ast auf die Fahrbahn gestürzt und versperrte eine Fahrbahn. Hier konnte schnell Abhilfe geschafft werden, indem man mit Muskelkraft den Ast von der Fahrbahn räumte und die Einsatzstelle „Besenrein“ hinterließ. Gegen 15.30 Uhr war die Lage im wahrsten Sinne des Wortes bereinigt.

Die Einsatzkräfte hatten die Feuerwache gerade wieder erreicht, da folgte schon der nächste Alarm. Um 15.56 Uhr ging es wieder nach Ratheim. Hier war auf dem Sperberweg ein größerer Baum auf einen Carport gestürzt, der einzustürzen drohte. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle, setzte eine Kettensäge über die Drehleiter ein und beseitigte den Baum. Da die Maßnahmen sehr umfangreich waren, wurden die Löscheinheit Ratheim sowie weitere Sonderfahrzeuge hinzugezogen. Der Einsatzleiter meldete gegen 17.40 Uhr das Einsatzende.

Wärend die Einsatzkräfte noch die Gerätschaften auf den Fahrzeugen verstauten, folgte um 17.35 Uhr auch schon ein weiterer Einsatz. Auf der Bahnhofstraße war an einem Straßenbaum die Baumkrone durch den starken Wind beschädigt worden und drohte auf die Straße zu stürzen. Auch hier setzten die Einsatzkräfte die Drehleiter ein und entfernten die Baumkrone mit einer Kettensäge. Um 19 Uhr konnte dieser Einsatz dann beendet werden.

In Brachelen kam es um 20.38 Uhr zu einem weiteren sturmbedingten Einsatz. Am Teischbachweg war ein Baum auf den Weg gestürzt und versperrte diesen. Die alarmierten Kräfte beseitigten den umgestürzten Baum auch hier mit der Kettensäge. Da ein weiterer Baum in Schieflage geraten war, wurde der städtische Bauhof vorsorglich mit Absperrmaterial angefordert. Da wegen der Dunkelheit die Standsicherheit des Baumes nicht eingeschätzt werden konnte, wurde der Gefahrenbereich abgesperrt und der Bauhof damit beauftragt, bei Tageslicht die Standsicherheit zu prüfen.

An den Einsätzen waren die hauptamtliche Wache, die Löscheinheit Ratheim und die Löscheinheit Brachelen mit insgesamt 23 Einsatzkräften beteiligt.

Auch in der Gemeinde Gangelt, speziell in Breberen, kam es zu Sturmschäden an einem Gerüst im Neubaugebiet „Bollenstengel“. Der heftige Wind hatte das Gerüst umgedrückt.

(her)