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Braunkohle: Beim Ausstiegsdatum gibt es klare Unterschiede

Braunkohle : Beim Ausstiegsdatum gibt es klare Unterschiede

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Kohleausstieg? Die Direktkandidaten im Kreis Heinsberg haben dazu unterschiedliche Ansichten, besonders in den Details.

Der Kohleausstieg ist politisch ein heißes Eisen. Zwar wollen im Prinzip alle Direktkandidaten, die im Heinsberger Nordkreis antreten, aus der Kohle aussteigen, aber der Teufel steckt dabei im Detail. Die Politiker haben völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, wann der Kohleausstieg erfolgen soll und unter welchen Voraussetzungen.

Thomas Schnelle (CDU) bekennt sich zum Ziel, 2030 aus der Kohle auszusteigen, auch wenn das ohne russisches Gas als Brücke deutlich schwieriger würde. Er erwartet aber auch, dass ein Embargo – oder schon die Androhung eines solchen – den erneuerbaren Energien und der Wasserstofftechnologie Schub geben würde.

Heike Simons (SPD) sieht einige Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, um 2030 aussteigen zu können, zum Beispiel eine gesicherte Energieversorgung. Dazu müsse der Ausbau der erneuerbaren Energien forciert werden. Die 1000-Meter-Abstandregel für die Windkraft bewertet sie dabei als hinderlich. Tino Pakusa (FDP) stimmt dem Ausstieg 2030 ebenfalls nicht vorbehaltlos zu. Auch er will nur an diesem Datum festhalten, wenn die Versorgung sicher ist. Er fordert mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Deutlich ambitionierter ist die Forderung von Paul Mank (Grüne), der den Kohleabbau deutlich vor 2026 beenden will. Stattdessen müsse das Land Tempo bei den erneuerbaren Energien machen. Auch Manuel Staeck (Linke) will so schnell wie möglich raus aus der Kohle. 2030 hält er für sinnvoll.

Heinz-Josef Frings (Freie Wähler) setzt auf einen späteren Ausstieg im Jahr 2035. Jürgen Spenrath (AfD) will erst 2038 raus aus der Kohle.

Die detaillierten Antworten der Kandidaten finden Sie in unserem Themencheck.