Selfkant-Süsterseel: Bei der Kostümsitzung der KG de Kleischötte hält es kaum einen auf den Stühlen

Selfkant-Süsterseel : Bei der Kostümsitzung der KG de Kleischötte hält es kaum einen auf den Stühlen

Gratulation Kleischötte: was für ein Karnevalszauber in Süsterseel. Viele Sitzungsveranstalter sind schon froh, eine Unterhaltungsband im Programm zu haben — die KG de Kleischötte hat gleich drei aus dem eigenen Revier vor Ort. Gegen 19.45 Uhr verwandelten die Kellerjunges mit Frontmann Bernd Friedrichs das Festzelt bereits in ein Tollhaus.

Viele standen schon auf den Stühlen, und dabei war die Kostümsitzung gerade erst gestartet. Die KG de Kleischötte ist stolz darauf, so eine prachtvolle Sitzung ausnahmslos mit eigenen Leuten besetzen zu können, dieses Mal waren rund 150 Akteure im Einsatz. Juwelen sind dabei die Tanzgruppen. Ob Nachwuchsgarde, kleine, mittlere und große Garde, die Prinzengarde, die Candy Vibes — in Bezug auf die karnevalistischen Tänzer war Süsterseel schon immer erste Adresse im Selfkantland und die Tanzmädchen das besondere Salz in der Suppe.

Die Kleischötte versprachen einen lustigen Abend voller Livemusik, Tänzen, Büttenreden, Sketchen und vielem mehr — im wahrsten Sinne des Wortes ging die Post ab. Gusti Land in der Bütt brach schnell das Eis, später sollte Björn Küsters als neuer Süsterseeler das Stimmungsbarometer weit ausschlagen lassen. Das Narrenzelt auf dem Dorfplatz bebte, als Miri und Carina in ihrem Sketch einige unverheiratete Rot-Röcke der Kleischötte an die Frau vermitteln wollten — der Lacher des Tages ging auf das Konto der beiden.

Prinz Fabian I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Nadine waren schon beim Einmarsch auf Wolke sieben, sie erlebten dann aber beim Auftritt von Hatwat vielleicht den emotionalsten Moment ihrer Regentenzeit. Frontmann Ralf Beyers als Ur-Kleischötte holte zunächst das Prinzenpaar auf der Bühne nach vorne, und schon stand das Zelt Kopf. Alle tobten und tanzten, besonders Prinzessin Nadine schien losgelöst und glücklich. Die Band präsentierte dann nach altem Brauch das Prinzenlied. Süsterseel und das Prinzenpaar erlebten einen großen Moment — das Prinzenlied wurde zum Hit des Abends. Hatwat ließ die Fetzen fliegen, und das war noch lange nicht das Ende der guten Bühnendarbietungen.

Köln wäre neidisch gewesen

Die Feuerwehrfrauen mit Tanz und Sketch, das Männerballett und die Prinzengarde zeigten gekonnt, dass die Bühnenbretter ganz schön was aushalten können. Es war gen Mitternacht, da zogen „Sang- und Klanglos“ zur Narrenbühne und unterhielten das ganze Zelt. Es war eine grandiose Kostümsitzung, bei der sogar Köln beim Blick ins Selfkantland vor Neid erblassen würde.

(agsb)
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