Waldfeucht: Behinderte Badminton-Sportlerin bei der EM erfolgreich

Waldfeucht: Behinderte Badminton-Sportlerin bei der EM erfolgreich

In einem Gespräch mit unserer Zeitung gab Elke Rongen aus Waldfeucht noch im Januar dieses Jahres allen Behinderten diesen Tipp: „Ich kann nur jedem, der ein Handicap hat, empfehlen, Sport zu treiben und eine Behindertengemeinschaft aufzusuchen. Dort kann man sich hervorragend austauschen.“

„Man lernt dadurch immens viel für die Bewältigung des Alltags. Ich bin seitdem viel selbstständiger geworden“, fügte sie hinzu. Erst im letzten Jahr gewann sie zwei Bronzemedaillen bei der Rollstuhl-Weltmeisterschaft im Badminton in Dortmund im Einzel und Doppel. Sieben Mal wurde sie bislang Deutsche Meisterin, zweimal Europameisterin und einmal Vizeweltmeisterin. Und jetzt schrieb die Waldfeuchterin ihre Erfolgsgeschichte weiter — bei den Europameisterschaften im spanischen Murcia.

„Erstmals wurden die Kontinentalmeisterschaften in neuen Kategorien ausgetragen, wobei im Mixed und Doppel jeweils maximal ein Spieler aus der nächst höheren Klasse (mit weniger Handicap) im Team sein kann“, erläutert Elke Rongen. „Es waren 17 Nationen am Start. Im Dameneinzel musste ich mich meiner Deutschen Doppelpartnerin Valeska Knoblauch 21:17 und 21:19 geschlagen geben. Sie hatte am Ende die besseren Nerven.“

Im Mixed mit ihrem neuen Partner Jordy Brouwer aus den Niederlanden konnte die Sportlerin die Bronzemedaille absichern. „Wir unterlagen den späteren Zweitplatzierten im Halbfinale 12:21 und 14:21. Erst seit Juli spielen wir zusammen, daher bin ich sehr glücklich über diese Platzierung.“

Im Damendoppel konnten Valeska Knoblauch und Elke Rongen erstmals gemeinsam ins Finale vorstoßen. „Ein harter Krimi in drei Sätzen gegen das Schweizer Duo Suter-Erath/Haesler, den wir leider in drei Sätzen verloren.“ Dennoch freut sich die Waldfeuchterin über den rundum gelungenen Wettkampf.

(her)
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