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Wegberg-Beeck: Beecker bleiben bescheiden: Duell mit Tabellenschlusslicht Rhynern

Wegberg-Beeck : Beecker bleiben bescheiden: Duell mit Tabellenschlusslicht Rhynern

Auch in dieser Partie sind nur drei Punkte zu vergeben. Und doch ist sie eine ganz wichtige für den FC Wegberg-Beeck. Mit dem SV Westfalia Rhynern kommt am Samstag, Anpfiff 14 Uhr, der Tabellenletzte der Fußball-Regionalliga ins Waldstadion.

Und mit einem Erfolg könnten die auf Platz 16 ebenfalls bedrohten Gastgeber sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. „Wir werden bescheiden an die Sache herangehen. Jeder Punkt zählt wie der gegen Wuppertal“, nimmt Friedel Henßen etwas Druck von seiner Mannschaft, fügt aber hinzu: „Wenn wir von Klassenerhalt reden wollen, dann muss ein Dreier her.“

Der ist absolut im Bereich des Möglichen blickt man auf die besagte Partie gegen den Wuppertaler SV am vergangenen Dienstag zurück. Mit großartigem Kampf und viel Engagement hatten die Beecker sich den dominierenden Wuppertalern entgegengestellt und den Punkt beim 0:0 förmlich erzwungen. Und mit etwas mehr Glück hätten sie die Partie auch gewinnen können, Chancen dazu waren da — mit ein wenig mehr Pech ehrlicherweise aber auch verlieren können. In den Schlussminuten hatte eine Schiedsrichterentscheidung für Unmut gesorgt, Wuppertal hatte nach hartem Einsatz von FC-Keeper Stefan Zabel einen Foulelfmeter gefordert. „Nach Gesprächen mit den Spielern muss die Szene wohl strafstoßwürdig gewesen sein. Da war das Glück auch mal auf unserer Seite“, gibt Henßen unumwunden zu.

Am Samstag müssen der Beecker Teamchef und Trainer Dirk Ruhrig auf Innenverteidiger Danny Fäuster und Zehner Joshua Holtby verzichten, die jeweils ihre fünfte Gelbe Karte „absitzen“. „Da haben wir mehrere Möglichkeiten, wie wir das Team im Mittelfeld umbauen“, denkt Henßen beispielsweise an Nico Czichi oder auch den lange verletzten Armand Drevina, der aber erst wieder bei „85 Prozent seiner Leistungsfähigkeit“ ist. Dafür ist Sascha Tobor wieder dabei. Nur hinter dem Einsatz von Marius Müller, dessen Muskulatur beim Warmmachen vor dem Wuppertal-Spiel zugemacht hat und der kurz vor dem Anpfiff aus der Aufstellung verschwunden war, steht ein Fragezeichen. Da er in dieser Woche Frühdienst hatte und beim Training dabei war, dürfte Sahin Dagistan gegen Rhynern wohl im Sturm neben Shpend Hasani auflaufen. Womit sich auch das Spielsystem von selbst ergeben würde — ein 4-4-2, also mit zwei Spitzen. Das dürfte Rhynern nicht schmecken hatten doch Hasani und Dagistan — letzterer mit drei Treffern — für Beeck das Hinspiel mit 4:1 entschieden.

Ohnehin haben die Gäste noch einiges zu knabbern, kassierten sie doch am Mittwoch eine deftige 0:7-Klatsche bei Spitzenreiter KFC Uerdingen. „Da saßen zwei, drei Spieler auf der Bank, die ich heute in der Startelf erwarte“, vermutet Henßen, dass Rhynerns Coach Torsten Garbe angesichts der Englischen Wochen sein Personal schonte. Zuvor hatte der Tabellenletzte mit zwei Erfolgen aufhorchen lassen : einem 1:0 -Sieg gegen Wiedenbrück und einem 2:1-Sieg in Bonn. „Das zeigt, dass Rhynern eine gewisse Klasse hat. Und dass es eine schwierige Aufgabe für uns wird. Eine 0:7-Pleite kann jedem mal passieren“, sagt Henßen — und denkt dabei auch an die eigene Pleite bei Viktoria Köln im Oktober.

An das Hinspiel in Rhynern erinnert sich Henßen gut: „Nach dem Führungstor von Sahin hat Shpend Anfang der zweiten Hälfte nachgelegt und Sahin dann mit einem Doppelschlag in der bis dahin ausgeglichenen Partie alles klar gemacht“, erinnert sich der Beecker Teamchef gerne an die Partie und den hart erkämpften Sieg.

Um einen solchen Erfolg zu wiederholen, muss Beeck mit dem gleichen Willen und der gleichen Einstellung wie gegen Wuppertal auf den Platz gehen. Schon in Wattenscheid hatte sich vergangenen Samstag trotz der 2:5-Niederlage angedeutet, dass der FC wieder in die Spur zurückfindet.

Defensiv zeigten die Beecker gegen Wuppertal eine gute Leistung, die zahlreichen individuellen Fehler, die bei der SG 09 und in der Woche zuvor in Wiedenbrück die Pleiten begünstigt hatten, wurden minimiert. „Ganz wichtig war, dass wir mal wieder die Null gehalten haben — das war unser erstes Ziel im Spiel gegen den WSV.“ Das gelang über 90 Minuten und dürfte den Beeckern neues Selbstvertrauen gegeben haben.