Baubeginn zum Sportpark in Höngen verzögert sich

Gemeinderat Selfkant : Baubeginn zum Sportpark in Höngen verzögert sich

In der Fragestunde der Einwohner in Selfkant brannten den Anwohnern des Integrativen Sportpark Höngen einige Fragen auf den Nägeln.

„Da ist der Kampfmittellräumdienst vor Ort im Einsatz und von uns weiß keiner was“, fühlten sich die Anwohner nicht ausreichend informiert. Bürgermeister Herbert Corsten gab jedoch Entwarnung. „Dies ist bei so einer Baumaßnahme selbstverständlich, die Sicherheit steht hier vor allem. Gefunden wurde eine kleine Granate, eine weitere Kontrolle folgt,“ so der Bürgermeister.

Derzeit läuft für diesen integrierten Sportpark entlang „Op d´r Berg“ Richtung Westerholzerstraße eine Artenschutzprüfung, die weitere Rechtssicherheit für die Gemeinde bringen soll. Der Bürgermeister hofft, dass bis Mitte nächsten Jahres diese Prüfung abgeschlossen ist, damit man plantechnisch weiterarbeiten könne und dann in 2019 der Spatenstich erfolgen kann. Ursprünglich war für 2018 schon der Spatenstich geplant. Nunmehr hoffen besonders der SC Selfkant und die Schulkinder vom Haus der Kinder (Gesamtschule Gangelt/Selfkant), dass es denn jetzt auch bei 2019 bleibt.

Nach der Fragestunde startete die Gemeinderatssitzung mit der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12. 2017, der Entlastung des Bürgermeister und dem Verzicht zur Aufstellung eines Gesamtabschlusses - alles mehr oder minder Formalien, die schnell und einstimmig abgehandelt wurden. Ein weiterer Punkt befasste sich mit einem Antrag zur Verlängerung der Abgrabung in Havert. Der Betreiber ist an den Kreis Heinsberg herangetreten und hat um eine Verlängerung um zehn Jahre gebeten. Die CDU-Fraktion sah dies jedoch kritisch. „Wir denken, das muss nicht sein, es herrscht schon durch den Lkw-Verkehr eine große Belästigung“, so Fraktionschef Heinz Stassen. Er machte einen  Vorschlag: Abgrabung mit Fristverlängerung bis 2025 und bis 2030 Fertigstellung der Renaturierung.

„Der Kreis könnte hier den Beschluss kippen“, gab der Bürgermeister zu bedenken, dennoch erfolgte ein einstimmiger Beschluss, wie von der CDU formuliert.

Ein weiterer Antrag erfolgte aus Hillensberg. Dabei ging es um die Suche nach einem Abstellraum für die Bestuhlung des Bürgerhauses. Eine Möglichkeit könnte es vielleicht in der alten Schule geben.

Die CDU in Saeffelen bezeichnete das Kriegerdenkmal als dringend sanierungsbedürftig. Hier wird nun geprüft, ob die Schieferplatten ausgetauscht werden können oder komplett erneut werden müssen. Auch wird geklärt, ob hierzu eventuell Fördermittel zur Verfügung stehen.

Die Kofinanzierung im Dorfentwicklungskonzept (DIEK) für die Orte Millen und Süsterseel wurde zudem genehmigt. So könnte in Millen in der Propstei ein Haus der Westgrenze entstehen.

(agsb)