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Nächste Etappe: Bauarbeiten am Franziskanerplatz in Erkelenz schreiten voran

Nächste Etappe : Bauarbeiten am Franziskanerplatz in Erkelenz schreiten voran

Die ersten Kanalarbeiten sind fast abgeschlossen, demnächst entstehen Baugruben für vier Regenwasserzisternen: Die Bauarbeiten am Franziskanerplatz im Herzen der Stadt schreiten voran.

Die riesige Baustelle im Herzen der Erkelenzer Innenstadt ist unübersehbar. Einiges ist bereits getan, viel Arbeit ist noch zu erledigen. „In den vergangenen Wochen wurden vor allem Arbeiten unterhalb der Erdoberfläche durchgeführt“, sagt Andreas Brück vom Tiefbauamt der Stadt Erkelenz. So wurden Regenwasser- und Mischwasserkanäle in der Gasthausstraße verlegt, bei denen lediglich der Anschluss in Richtung Aachener Straße fehlt. „Auf Lieferschwierigkeiten, die derzeit in der Baubranche ab und zu vorkommen, reagiert die zuständige Baufirma sehr flexibel und passt die Baustellenplanungen immer den aktuellen Begebenheiten an“, betont Bürgermeister Stephan Muckel.

Deshalb finden aktuell Arbeiten im inneren Bereich des Franziskanerplatzes statt. Nach Belastungsproben wurde festgestellt, dass der Boden, der dort nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeschüttet wurde, nicht tragfähig für das geplante Wasserspiel ist. Andreas Brück: „Im Bereich des Wasserspiels muss der Boden sehr belastbar sein, da dort ein enormes Gewicht auf den Boden drückt. Wenn der Boden nicht dicht genug ist, hält er den Lasten des Wasserspiels nicht stand und es entstehen Verschiebungen. Eine Verschiebung von wenigen Millimetern würde die Funktion des Wasserspiels negativ beeinflussen.“

Das Wasserspiel im Inneren des Franziskanerplatzes soll mit Regenwasser betrieben werden. In vier unter der Erde liegenden Zisternen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 50 Kubikmetern wird das Regenwasser gespeichert. Demnächst entstehen deshalb Baugruben auf dem Franziskanerplatz, in denen zu einem späteren Zeitpunkt die Zisternen eingebaut werden.

Begleitet werden die Arbeiten stets vom Kampfmittelräumdienst und von Archäologen. „Weder der Kampfmittelräumdienst noch die Archäologen hatten bisher für ihre Arbeit relevante beziehungsweise besonders interessante Funde“, so Andreas Brück. Die Funde eines Gewölbekellers, eines großen Wassertanks und eines Pumpenraums des alten Franziskanerbrunnens wurden dennoch detailliert dokumentiert.

Im Herbst dieses Jahres gibt es bereits erste Pflasterarbeiten. So werden Lehrlinge des Bildungszentrums Simmerath der Handwerkskammer Aachen das Erkelenzer Stadtwappen unter Anleitung ihrer Lehrmeister zwischen Stadthalle und Hauptschule neu verlegen. „Im nächsten Jahr gibt es einen tollen Platz für Kinder und Familien im Erkelenzer Stadtzentrum, ein neuer Baustein im Erkelenzer Dreiklang ,Erleben, Einkaufen und Genießen‘, das wir so noch nicht haben. Der neue Platz lädt dann zum Verweilen in der Innenstadt ein“, so Bürgermeister Stephan Muckel.

(red)